Print-, Screen & Giveaway für die Stadtrats- und Präsidiumswahlen Olten 2021

Im November 2020 begann die Planung für die Wahlkampagne zweier Kandidat*innen der sozialdemokratischen Partei Olten.
Bei unserem ersten Treffen definierten wir die Formate und Termine. Im Brainstorming suchten wir nach Wahlslogans und Wahltexten. Das Ziel war es, eine kurze und prägnante Botschaft in Bild und Text zu formulieren, welche junge und ältere Wähler anspricht. Die Gestaltung sollte einfach und klar sein. Die Analogie von Krimi („Tatort“, „Die Chefin“) und Kino-Action („James Bond“) stand im Fokus. Gemeinsam wurden erste Gestaltungsideen formuliert.

Der Auftrag bestand darin, Printprodukte, sowie eine Website. Präsentationen im Screenformat und ein Giveaway zu gestalten. Der Auftritt auf allen Kanälen sollte gewährleistet sein, damit alle Wähler*innen angesprochen waren.

Wahlflyer Stadtratswahl

Wahlflyer Stadtratswahl

Wahlflyer Stadtpräsidium

Wahlflyer Stadtpräsidium

Giveaway "bliebet gsund"

Giveaway „bliebet gsund“

Plakat_leuchttafel

Plakat Stadtratswahl

plakat2

Plakat Präsidiumswahl

inserate

Inserate

Das Fotoshooting der Porträts machte der Fotograf Remo Buess. (Er ist Porträt- und Reportagefotograf und Mitbegründer des International Photo Festival Olten (IPFO)). Die Bilder sollten für sich sprechen. Die Wahlprodukte sollten mit möglichst wenig Grafikelementen auskommen.
https://www.remobuess.com/about

Zudem galt es, das Erscheinungsbild der SP Schweiz zu übernehmen. In Kombination mit diesen beiden Elementen hatte ich die Basis der Layouts. Der Kandidat hatte zur Zeit die Baudirektion und die Kandidatin die Direktion Soziales im Stadtrat inne. Bei der Erstellung der Website, habe ich das zur Verfügung gestellte Bildmaterial und die Texte des Kanditaten und der Kandidain sowie der SP Olten eingesetzt. Die Website habe ich mit eigens programmiertem Inhalt und eines Trailers ergänzt.
https://www.oltenunserestadt.ch

programmierung1 programmierung2

Fazit:
Bei diesem Auftrag hatte ich einige Gestaltungseinschränkungen. Durch die Zusammenarbeit galt es auf Kompromisse einzugehen und kurzfristige Entscheidungen umzusetzen.
Die Auftraggeber waren mit den Endresultaten sehr zufrieden. Auch bei den Wähler*innen gab es grossen Anklang.
„Wir haben die Stadt gerockt“ sagten die beiden gewählten Kandidat*innen. Sie wurden mit sehr guten Resultaten wieder in den Stadtrat gewählt. Die Wähler*innen der Stadt Olten haben anschliessend an die Stadtratswahl den Kandidaten als Stadtpräsident gewählt. Die Kandidatin wird in Zukunft als Vizepräsidentin walten.
Herzliche Gratullation 🙂

02_flyer_wahlen_marion_thomas

Semesterprojekt im Unterrichtsfach technisches Gestalten für die Sekundarstufe1

Bei diesem Projekt ergänzte ich die Lerneinheit „Becher“, welches ich in den Schuljahren 2013/14 und 2016/17 durchgeführt habe, mit neuen Lerninhalten.
Wiederum war das Hauptziel, dass die Schülerinnen und Schüler ihren ganz persönlichen Becher gestalten und herstellen. Dem Projekt verlieh ich dieses Mal den Titel „wondercup“. Dies soll auf die Vielfalt von Bechern und auf die überraschenden Ergebnissen der Schülerinnen und Schülern verweisen.

Die technischen Ziele sind auch wie bei den vorherigen Becherprojekten gleich. Den Umgang mit negativ- und positiven Formen zu erfahren und dabei wiederum die Materialien Ton, Gips und flüssiges Porzellan kennen zu lernen.
Den Designprozess änderte ich etwas ab. Mit gezielten Recherche-Begriffen konnten die Lernenden, Form-, Material-, und Funktionsinhalte von Bechern erkennen. Anschliessend formulierten sie ihre Designaspekte (für wen, wo, wie, weshalb…). Danach ging es an die Formgebung. Dreidimensionale Papiermodelle gaben ihnen dabei Aufschluss über ihre Gestaltung und half zur Überprüfung ihrer Designaspekte.

Für die technische Umsetzung habe ich neu das 3D-Druckverfahren vermittelt. Ihre finalen Bechermodelle aus Papier wurden nun ins CAD, anhand der einfachen Programmanwendung „TinkerCAD“ übertragen und anschliessend mit dem 3D-Drucker gedruckt. Bei den entsprechenden Aufgaben lernen die Schülerinnen und Schüler eine zeitgemässe Entwurfsmethode kennen. Die 3D gedruckten Schablonen sind zudem robuster als diejenigen aus den vergangenen Projekten. Diese Schablone dient hervorragend als Abziehschablone für den Tonrohling.


Die finalen Tonrohlinge wurden mit Gips zu Urformen für die Produktion ihrer „wondercups“ abgegossen. Diese Tonrohlinge bereiteten wir anschliessend zur Wiederverwendung für die folgenden Klassen auf. Nachdem die „wondercups“ anhand der Gipsform mit flüssiger Porzellanmasse gegossen waren, fanden auch diese Gipsformen, als Behälter für beispielsweise eine Kräuteraufzucht, ihren Einsatz und mussten nicht entsorgt werden. Zudem waren die Gipsformen auch eine willkommene Zusatzarbeit. Die Lernenden konnten wie Steinbildhauer, ihre Gipsformen bearbeiten und verzieren.

Gipsurform

Die Gestaltungsaufgaben, welche ihnen Inspiration zur Gestaltung ihrer „wondercups“ gab, ergänzte ich mit der Variante des Schneidplott-Verfahrens. Dies zeigt den Schülerinnen und Schülern eine weitere digitale Gestaltungmöglichkeit auf, welche sie gerne in Anspruch nahmen.
Die finalen „wondercups“ werteten die Lernenden und ich aus. Zum Abschluss konnten sie ihre Produkte auf dem dafür eingerichteten Instagram-Account (@tg_ksmg) zur Veröffentlichung freigeben. Dafür erhielten sie wichtige Informationen über das Urheberrecht.

tg_ksmg_qrcode_insta

Fazit:
Den Schülerinnen und Schülern gefiel das Projekt sehr gut. Die schriftlichen Aufgaben zu den geschichtlichen- und industriellen Aspekten entsprachen ihnen jedoch weniger. Auch die Führung ihres Portfolios begeisterte sie nicht. Da dies jedoch wichtige Aspekte des Lehrplan21 sind, werde ich dies jedoch beibehalten. Denn durch diese Inputs lernen die Schülerinnen und Schüler die Umwelt weiter kennen. Das Portfolio ermöglicht eine Selbstreflexion und dient zur Entwicklung ihrer künftigen Projekte.

Das Projekt „wondercup“ dauerte ein ganzes Semester. Ich habe mich in diesem Schuljahr für dieses Projekt entschieden, da ich kleine Klassen unterrichtete. Die Gruppengrösse war von 7 bis 9 Schülerinnen und Schülern optimal. Somit hatte ich genügend Zeit für eine individuelle Betreuung der Lernenden.
Ich konnte fächerübergreifend arbeiten. So habe ich methodische und didaktische Aspekte des „bildnerischen Gestaltens“, des „technischen Gestaltens“ und der „informatischen Bildung“ kombinieren können.

Lerneinheit „wondercup“.pdf

becher_serie_schablone

„wondercups“ einer Schülerin SekE, 1.Kurs

Workshop für die Sekundarstufe1, 1. Kurs

In der ersten Projektwoche zu Beginn des Eintritts in die Sekundarschule1, haben Schülerinnen und Schüler einen kreativen Gestaltungsprozess zum Thema Avatare & Heroes durchlaufen.
Im Garderobebereich konnten sie ihre finalen HEROES an den Säulen verewigen, welche sie drei Jahre, bis zu ihrem Abschluss, begleiten.

Bei der Konzeption des Workshops hat sich an der ersten Sitzung ergeben, dass der gestalterische Input in Richtung „Action“ gehen soll. Die involvierten Klassenlehrpersonen sind eher sportlich und so habe ich mich für das Thema „Avatar“ entschieden. Es ist wichtig, auf die betroffenen Personen einzugehen, denn so ist die Voraussetzung zu einer guten Zusammenarbeit gewährleistet.

Zu Beginn der Workshop-Planung, habe ich folgende Definition (Wikipedia) recherchiert:
„Ursprünglich stammt das Wort „avatara“ aus dem Sanskrit (alt-indische Sprache) und bezeichnete einen Gott der indischen Mythologie, der in menschlicher Gestalt zu den Menschen herabsteigt.“
Ein weiteres Ergebnis zeigte, dass „Avatare“ als Kunstfiguren in der virtuellen Welt dargestellt werden. Diese können als Stellvertreter des persönlichen ich’s eingesetzt werden. Avatare kommen in Games, Comics, Filmen und Videos vor. Diese Inhalte entsprechen der Welt der Jugendlichen.
Für die technische Umsetzung habe ich mich für die Collage-Technik entschieden. Diese ist einfach zu erarbeiten und stellt keine grossen Ansprüche, so dass Lehrpersonen, ohne gestalterischen Hintergrund, dies mühelos vermitteln können. Anhand er gewonnenen Erkenntnisse, habe ich anschliessend die Workshop-Planung erstellt.

                  

Im Vorfeld habe ich sämtliches Material für die Bearbeitung der Aufgaben für die vier Klassen organisiert und anschliessend in den Zimmern deponiert, so dass die Klassenlehrpersonen gleich mit ihren Lernenden loslegen konnten. Da nun vier Klassen gleichzeitig mit der Erarbeitung begannen, war ich auf die Zusammenarbeit der Klassenlehrpersonen angewiesen. Damit dies reibungslos geschah, habe ich im Vorfeld sämtliche Vorbereitungen mit ihnen abgesprochen.

Bei der Workshop-Einführung habe ich alle Schülerinnen und Schüler und die beteiligten Lehrpersonen in der Aula versammelt. Zuerst habe ich den Begriff und Eigenschaften von „Avataren“ erläutert. Danach habe ich ihnen das Workshop-Programm vorgestellt.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zuerst anhand eines Avatar-Generators einen persönlichen Avatar erstellen. (Der Start hat zwei Aspekte: Zum Einen, können sie den Avatar im Internet als Stellvertreterbild einsetzen und so ihre Identität schützen, zum Andern, erfahren die Jugendlichen das Vorgehen bei der Gestaltung eines Avatars.)
Im zweiten Teil des Workshops geht es um die Transformation vom Avatar zu einem persönlichen Beschützer, Mutgeber, Inspirator, Motivator oder einfacher – zum ihren HEROES. Diese werden mittels Collagetechnik hergestellt. Dafür habe ich ein Tutorial erstellt und ihnen dieses, während der Präsentation vorgeführt. Zu guter Letzt stellte ich ihnen die Präsentationsflächen ihrer HEROES vor. Im Anschluss an die Workshop-Einführung begaben sich die motivierten Schülerinnen und Schüler in ihre Klassenzimmer. Das Ziel war erreicht. Die Jugendlichen konnten sich mit dem Workshop-Inhalt identifizieren.

Präsentation Kreisi – Heroes.pdf

Die Schülerinnen und Schüler generierten zuerst ihre Avatare im Internet.
In der Vorbereitungsphase wünschten die Klassenlehrpersonen, die Avatare zusätzlich in ausgedruckter Form zu erhalten, damit sie diese als Dekoration für Ihre Schulzimmertüren verwenden konnten. Diesen Wunsch habe ich berücksichtigt. Dies hatte jedoch zur Folge, dass der Workshop mit Türschildern ergänzt wurde und dadurch mehr Zeit in Anspruch nahm, was auf Kosten der HERO-Gestaltung ging.
Nachdem die Avatare erstellt waren, machten sich die SuS Gedanken über die Eigenschaften ihres persönlichen HEROES. Danach begannen sie mit Hilfe des Tutorials, ihre Collagen herzustellen.

https://www.youtube.com, Tutorial Avatar-Collage

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten selbständig und motiviert und die Klassenlehrpersonen waren darüber sehr erleichtert. Ich hatte die Möglichkeit bei allen Klassen vorbeizuschauen und Tipps und Tricks zu geben.
Im Anschluss sammelte ich alle Arbeiten ein und bereitete diese für die Montage vor. Mit ein paar wenigen Jugendlichen habe ich die Platzierung in Absprache getroffen. Als Urheber ihrer Arbeiten, haben sie das Recht zu bestimmen, ob und wo die Arbeit montiert wird.

Zum Schluss habe ich ein Feedbackformular ausfüllen lassen. Die Rückmeldungen waren von den Lehrpersonen sowie der Schülerschaft positiv beurteilt worden, was mich sehr freute.

Drei Lerneinheiten für das Unterrichtsfach „Technisches Gestalten“

Am 16. März galt auch an unserer Schule die Weisung des „Distance Learning“.
In der Zeit bis zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts vom 11. Mai, habe ich für meine Schülerinnen und Schüler der 1. Kurse Sek1 drei Lerneinheiten für das Fach „technisches Gestalten“ erstellt.
Unter der Berücksichtigung des Lehrplan21 und dem Ansatz von „Bloom‘s Taxonomy of Educational Objectives“, habe ich die Lerneinheiten anhand der drei Prozesschritte (Wissen, Können und Kreieren) erstellt.

Literatur:
Anderson, Lorin W. (2001). A taxonomy for learning, teaching, and assessing : A revision of Bloom’s taxonomy of educational objectives (Complete ed.). New York: Longman.)

Die Herausforderung bestand darin, den Lernstoff mit gut verständlichen und abwechslungsreichen Aufträgen zu gestalten. Dabei habe ich die Aufträge in unterschiedliche Aktivitäten gegliedert. Sie erhielten praktische und theoretische Aufgaben. Die Lernenden mussten beispielsweise im Haus auf die Suche gehen und recherchieren / experimentieren. Bei der Herstellung von Produkten kamen selbst gemachte Tutorials zum Einsatz. Es galt zu beachten, dass die zu verwendeten Materialien bei allen Lernenden im Hause vorhanden waren.
Die theoretischen Aufträge waren mit anderen Fächern (Sprache, Mathematik, Geschichte, Bildnerisches Gestalten, Berufsorientierung) verknüpft. Damit sie nicht auf die Laptops der Eltern angewiesen waren, sollten die schriftichen Inhalte mit ihren Handys bearbeitbar sein. Ich erstellte die Lerneinheiten mit .pdf‘s und maximal 7 Seiten. Für einen guten Zugriff auf die Wissensinhalte verlinkte ich diese mit QR-Codes.
Den Lernprozess begleitete ich, in dem ich pro Lerneinheit eine Lösung per Mail oder „LearningView“ einforderte. Bei der Einreichung ihrer Ergebnisse konnte ich ihnen weitere Tipps geben.

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Ich freute mich sehr über ihre Feedbacks und Ergebnisse. Es war für mich eine spannende Zeit. Ich konnte den Lernenden erweiterte Aufträge geben, welche im normalen Schulbetrieb nicht möglich gewesen wären. Die Lernenden (auch einige ihrer Geschwister) hatten ihr persönliches Umfeld und mehr Zeit für die Bearbeitung der Aufträge.
Der Präsenzunterricht hat nun wieder begonnen und ich bin sehr erleichtert, dass ich meinen Schülerinnen und Schülern wieder real begegnen (2 Meter Abstand) kann. Meine Erfahrung hat gezeigt – Distance Learning bietet Chancen. Es braucht jedoch auch den direkten Kontakt.

Heimschulung_Rückblick

Auf Facebook in der Gruppe „Lehrerinnen und Lehrer Schweiz“, kam die Anfrage nach Unterrichtsideen für das Fach „Technisches Gestalten“. Ich entschloss meine Lerneinheiten auf der Plattform „zebis.ch“ zu veröffentlichen und so allen Interessierten zugänglich zu machen.
www.zebis.ch/unterrichtsmaterial/tuecher-bandana
www.zebis.ch/unterrichtsmaterial/textilien-bindungslehre-geflochtener-untersetzer
www.zebis.ch/unterrichtsmaterial/textilien-verzierungstechniken-papiertaschentuch-tropfschutz

to-do Wandkalender

to-do Wandkalender

Der Start für dieses Projekt hat vor gut einem Jahr begonnen. Im Blogbeitrag „nature life“ habe ich folgendes Ziel formuliert:

„Vor ein paar Jahren gab die Umweltfachstelle in Olten einen informativen Jahreskalender heraus. Monat für Monat konnte ich Nützliches und Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt meiner Umgebung erfahren. Ich habe die Suche nach einem vergleichbaren Kalender aufgegeben und entschieden, selbst einen zu gestalten.
Dabei habe ich mir überlegt einen klassischen Jahreskalender (schöne Bilder, lehrreiche Inputs und Tagestabelle) mit interaktiven Elementen zu versehen. So könnten die Benutzer anhand von QR-Codes zusätzlich auf Webinhalte zugreifen und sich von Videos, Rezepten, Werkanleitungen inspirieren lassen und weitere Inputs erhalten. Jeden Monat wird ein Thema aus meiner unmittelbaren Umgebung der Natur bearbeitet.“

Monat für Monat hielt ich Ausschau nach nützlichen Pflanzen aus meiner Umgebung. Die selbst gemachten Bilder ergänzte ich mit passenden Texten über Tipps für die Küche und Gesundheit mittels Internet-Recherchen.
Bei der Erarbeitung der interaktiven Animationen, verzichtete ich auf Anleitungen. Stattdessen fokussierte ich auf die formalen Bildelemente der Pflanzenfotos und gestaltete unterhaltsame Animationen. Die vertonten Illustrationen erstellte ich mit dem iPad pro. Dabei konnte ich viele „kreative Apps“ ausprobieren und anwenden. Wie zum Beispiel Affinity Photo, CuteCut, iOrnament, Werble, FlipaClip und GarageBand.
Für den interaktiven Zugang vom Bildinhalt zur Animation, entschied ich mich für die Lösung von QR-Codes. Gerne hätte ich eine Möglichkeit anhand der „Augmented Reality“ Methode eingesetzt. Mit „Augmented Reality“ hätte der Benutzer die Bilder dirket mit seinem Natel zum „Leben“ erwecken können.
Hier ein paar Beispiele…

> artivive.com
> AR.js with a-frame magic
> Creating Augmented Reality with AR.js and A-Frame

Nach intensiver Recherche und vielen Testphasen erkannte ich, dass die Lösung mit hohen Kosten verbunden gewesen wäre. Zudem ergab die Umsetzung anhand von ar.js zu grosse technische Einschränkungen. Bei der Anwendung von QR-Codes zeigten sich auch Vorteile. So kann ich die Animationen direkt über meine Website sicher und flexibel bewirtschaften. Zudem ist der Benutzer mit seinem Natel nicht unmittelbar an das Bild gebunden. Dies hat Vorteile, denn ist die Animation etwas länger, muss der Betrachter nicht ununterbrochen das Bild im Fokus behalten.

to-do interaktive Schulagenda

Bei der Gestaltung des Kalenders wollte ich möglichst alle Inhalte mit dem iPad pro umsetzen und das Potenzial des iPad’s untersuchen. Zudem kaufte ich das iPad, damit ich täglich meine traditionelle Schulagenda (Lehrertagebuch in papierform) in Zukunft für die Planung meines Unterrichts und Termine in digitaler Form nutzen kann.
Ich entschied mich, den interaktiven Monatskalender in einer digitalen Schulagenda zu integrieren. Recherchen zeigten, dass sich mittels Keynote eine interaktive Schulagenda gestalten lässt. Somit konnte ich ein eigenes Layout entwickeln, mit der Überlegung ein übersichtliches und einfach navigierbares Planungskonzept zu konzipieren. Die interaktive Schulagenda beinhaltet einen Jahres-, Monats-, Wochen- und Projektplaner mit einer dezenten Farb- und Formgestaltung.

Für die praktische Anwendung der interaktiven Schulagenda „to-do“ braucht es eine weitere Anwendung, welche das Layout und die Verlinkungen schützt aber trotdem ergänzen lässt. Dafür habe ich mir die Applikation „GoodNotes“ für CHF 8.00 gekauft. „GoodNotes“ verfügt über einen Bearbeitungs- und einen Ansichtsmodus. Mit diesen Funktionen kann „to-do“ im .pdf-Format optimal genutzt werden. Anhand des ApplePencils kann ich im Bearbeitungsmodus meine to-do’s handschriftlich anmerken. Vergleichbar mit meiner früheren Agenda in papierform. Ich habe viele Möglichkeiten meinen Pencil in diverse Stifte zu wandeln. Ich kann meine Planung mit weiteren Elementen wie Bilder und Formen ergänzen. Im Präsentationsmodus kann schnell beispielsweise von der Jahresplanung zur Wochenplanung navigieren. In „GoodNotes“ kann ich zudem weitere Notizen, Dokumente und Ordner integrieren.
> Tutorials: to-do & GoodNotes

Da ich „GoodNotes“ und „to-do“ auf meinen weitern Apple-Geräten installiert habe, werden alle meine Änderungen sofort synchronisiert. Die digitale Schulagenda „to-do“ ist seit diesem Schuljahr im Einsatz und bewährt sich bestens.
> GoodNotes

to-do Ecodesign

Jährlich werden alte Agendas in aufwändiger Bücher- oder Heftaufmachung entsorgt und neue produziert und gekauft.
Dokumente in digitaler Form schonen die Ressourcen und die Umwelt. Bäume müssen nicht gefällt werden. Papier muss nicht mit Farben und Lacken bedruckt und ausgerüstet werden.
Die Verpackung und der Transport erübrigen sich.
Während des Studiums an der Fachhochschule habe ich die Umstellung zur umweltschonenden digitalen Dokumentenverarbeitung erfahren und schätzen gelernt.
In der Volksschule kommen vermehrt digitale Medien zum Einsatz. Haben die Lehrenden und Lernenden künftig ihre Laptops, Pads und Smartphones für den Unterricht im Einsatz, können viele Dokumente in digitaler Form abgegeben werden. Die Schulmappen und Rucksäcke werden dadurch um einiges an Gewicht verlieren und so manchen Rücken entlasten. Im Schulbus gibt es mehr Platz und es muss weniger Gewicht transportiert werden.

to-do Fazit

„to-do“ ist eine zeitgemässe Schulagenda.
„to-do“ in Kombination mit „GoodNotes“ ermöglicht die Handhabung, wie die einer herkömmlichen Papieragenda. Im Gegensatz einer Papieragenda verbindet „to-do“ weitere interaktive Funktionen. Bei den Monatsblättern sind QR-Codes aufrufbar und bringen Bewegung ins Bild. Sind mehrere Geräte mit „GoodNotes“ verbunden, können die „to-do“s aktualisiert und bearbeitet werden.
Die Inputs der Monatsdokumente leisten einen Beitrag zur Beachtung der Natur und geben Tipps zur Gesundheit. Denn – nebst den „to-do“s braucht es auch Erholung und Unterhaltung.
Die digitale Schulagenda „to-do“ schont Ressourcen und die Umwelt. Die interaktive Schulagenda „to-do“ ist eine nachhaltige Lösung.

Die interaktive Schulagenda „to-do“ beginnt mit dem Schuljahr (Juli bis Juli) und eignet sich für Lehrpersonen und Lernende / Studierende.
„to-do“ ist in meinem Etsy-Shop > sapperlotECODESIGN für CHF 16.20 erhältlich.

to-do weitere Schritte…

Die Version für das Schuljahr 2021-2022 ist bereits in Bearbeitung. Bilder aus der regionalen Pflanzenwelt werden gesammelt und dokumentiert.
Das Layout erhält ein neues Farbkonzept.
Die Inhalte der Animationen werde ich mit p5.js programmieren.
Vielleicht werde ich zusätzlich einen Jahresplaner lancieren. Im Etsy-Shop sind Dokumente bis 20MB up- und downloadbar. Die Monatsbilder wären somit in einer besseren Qualität zum Druck für den Wandkalender erhältlich.
Zudem könnte ich das den Jahresplaner in einer englischen Version anbieten.

Clouds – Workshop Projektwoche 1.Kurs Sekundarschule

Jeweils im ersten Quartal des Schuljahrs findet an der Sekundarschule eine Projektwoche für die Schülerinnen und Schüler des ersten Kurses statt. In dieser Zeit setzen sich rund sechzig Jugendliche mit diversen Themen des schulischen Zusammenlebens auseinander.
Während der Projektwoche fand der Unterricht mehrheitlich niveau- und fächerübergreifend statt. Die Lernenden erstellten anhand von iPads Videosequenzen zu Konfliktsituationen und möglichen Lösungen. Ergänzend setzten sie sich mit einer gestalterischen Aufgabenstellung auseinander.
Bei Konflikten und deren Lösungen sind viele Gefühle im Spiel. So habe ich für den gestalterischen Input den Workshop unter dem Titel „emotion clouds“ organisiert.
Cloud

emotion_clouds_aufgabe

Für den Einstieg schauten wir im Plenum einen gefühlsgeladenen Film zum Thema „cybermobbing“ an. Nach einer kurzen Präsentation der Aufgabenstellung, legten die Lernenden los und entwarfen ihre „emotion clouds“.Für ihre „cloud“ konnten sie einen der vorgegebenen, positiven Gefühlsbegriffe, wählen und anhand einer Mindmap passende Begriffe niederschreiben. Danach entwarfen sie ihre persönliche Cloudform und kolorierten diese mit ihren Lieblingsfarben. Die Schülerinnen und Schüler lernten die „scetchnotes – Technik“ kennen und setzten anhand des erworbenen Wissens die wichtigsten Gefühlsbegriffe an ihrer Cloud gestalterisch um. Ihre finalen Arbeiten wurden im Kopierverfahren vergrössert und danach laminiert. Zu guter Letzt, versahen wir die Clouds mit Vorhangklammern, damit wurden diese flexibel und einfach montiert.

Clouds_klassenarbeit

Damit die Jugendlichen individuell arbeiteten, habe ich die Aufgabenstellung offen formuliert. In Absprache der involvierten Lehrpersonen erstellte und organisierte ich sämtliche Unterlagen und Materialien, so dass die heterogenen Arbeitsgruppen bei einer Wartesituation spontan zur Cloudgestaltung übergehen konnten.
Die Jugendlichen erstellten ihre ganz persönlichen „Gefühlswolken“. Diese wurden am letzten Projekttag im Garderobenbereich installiert und können nun bis zu ihrem Schulaustritt von allen beachtet werden.
Für die Evaluation des Workshops habe ich den Schülerinnen und Schülern einen Feedbackbogen abgegeben. Die Jugendlichen und Lehrpersonen haben sich positiv über die Arbeitsergebnisse geäussert und schätzten die offene Aufgabenstellung. Die „emotion clouds“ bespielen den Garderobenbereich und geben ihm ein sinnliches Ambiente.

SuS_cloud

Wie kann eine Wand nachhaltig gestaltet werden?

Eine dekorative Wandgestaltung kann schnell an Gefallen verlieren. Ist das Dekor einem Trend gefolgt oder ist es ohne sinnstiftenden Inhalt, ist es schnell unattraktiv. Der Wunsch nach einem aktuelleren Dekor geht hervor und eine Neugestaltung in kürzester Zeit ist die Folge. Wird die Wand neu bezogen, belastet dies die Umwelt und das Portemonnaie. Die Wandgestaltung muss massgeschneidert und flexibel gestaltet sein. Damit sich der Besitzer jeden Tag daran erfreuen kann.

Adolf Loos (1870-1933) gilt als Pionier der modernen Architektur. Er äusserte sich in der Streitschrift „Ornament und Verbrechen“ bereits im 19. Jh. gegen die Vergeudung edlen Materials und leere Ornamente.

Literatur:
Loos, Adolf, and Ruf, Oliver. Ornament Und Verbrechen : Adolf Loos : Die Schriften Zur Architektur Und Gestaltung. Stuttgart: Avedition, 2019. Print.

Die Gästetoilette unseres Hauses war sanierungsbedürftig. Wir entschieden uns für eine „sanfte“ Auffrischung. Da Malerarbeiten anfielen, entschlossen wir uns, die Rückwand der Toilette als Akzent des Raums zur optischen Vergrösserung zu gestalten.
Bei der Umsetzung der Wandgestaltung, war es mir wichtig, eine langfristige Lösung zu finden. Aus diesem Grund suchte ich nach einer Möglichkeit die Fläche mit temporären Bildern zu gestalten, welche einen dreidimensionalen Effekt erzeugen.

Die Wand wurde geglättet und mit einem Magnetvlies versehen. Bei der Farbe habe ich mich für ein tiefes schwarz-blau entschieden. Bei einer beinahe schwarzen Farbe, spielt das Licht mit den blauen Farbpigmenten und lässt die Wand einmal blau und danach wieder schwarz erscheinen.

Zur flexiblen Anordnung des Dekors habe ich Magnetpapier verwendet.
Die Motive habe ich anhand der App „iOrnament“ gestaltet. Dabei habe ich Sujets aus der Natur gezeichnet. „iOrnament“ bietet die Möglichkeit dreidimensionale Kugeln zu generieren.
Die 3D-Motive habe ich anschliessend auf das Magnetpapier anhand eines Druckers übertragen und mit dem Schneidplotter und im Nutzen geschnitten. Kleine Glitzerflächen spiegeln das Licht und veredeln die Kugeln und den Raum.

Die Kugeln können je nach belieben neu angeordnet werden. Dies ermöglicht einen spielerischen Umgang mit dem Dekor und schafft einen persönlichen Bezug.
Das Dekor ist dank der Magnetwand problemlos auswechselbar und könnte somit zu einem späteren Zeitpunkt, an einen neuen Besitzer gehen.

In einem weiteren Schritt wollte ich weitere Magnetdekors für meinem neu eröffneten Etsy-Shop „sapperlotEcodesign“ produzieren. Ich entschied mich jedoch dagegen, denn nachhaltiger ist, eine massgeschneiderte Wandgestaltung für den Kunden zu gestalten. Das Dekor soll persönlich, attraktiv, wohldosiert und flexibel sein.

Becher für Köstlichkeiten

Im Jahr 2013 habe ich für meinen Unterricht eine Lerneinheit zum Thema Becher entwickelt. Bis heute habe ich dieses Projekt wiederholt in meinen Designschaffen bearbeitet.
Als Grundlage habe ich die Becherform, welche ich für die Erprobung der Lerneinheit gestaltet habe verwendet.

Lerneinheit – Becher / Keramik giessen

     

 

Diese Form entstand anhand einer Gipsform und wird im Schlickergussverfahren (Slipcasting) hergestellt. Die Becher sind funktional, das heisst – handlich und vielfältig einsetzbar.
Bei der Entwicklung meiner ersten Kollektion, probierte ich diverse Techniken zur Oberflächengestaltung aus. Dabei bin ich methodisch Vorgegangen, so dass die Schülerinnen und Schülern die Vielfalt des Stylings erkennen konnten.

Für das Styling meiner Becher, welche ich als Schlemmbecher betitle, habe ich das Gräsermotiv gewählt. Dieses Attribut macht den Hinweis zur Natur und zum Ursprung unserer Lebensmittel.
Damit die Struktur haptisch erfahrbar ist, habe ich die Relief-Technik gewählt. Diese entsteht durch aufbringen von Gräsern auf den Rohling aus Ton. Dieser Rohling wird für die Gipsgussform benötigt. Da die Gräser vergänglich sind, sind diese Becher nur so lange produzierbar, solange die Gipsgussform hält. Die Becher werden somit nur in begrenzter Stückzahl verfügbar sein.

In der zweiten Versuchsphase standen unterschiedliche Giessmassen im Fokus. So produzierte ich eine kleine Serie mit Steinzeuggiessmasse. Die Becher sind anschliessend auf der Innenseite mit weisser Glasur ausgerüstet. Dies ermöglicht eine gute Reinigung. Die Becher wirken optisch und haptisch wie das Gebäck von „Änischräbeli“.
Für diese zweite Kollektion der SCHLEMMER habe ich eine Auflage von 40 Bechern produziert.

Auf Anfrage der Materialwahl, habe ich mich entschlossen, die dritte Kollektion aus Porzellangiessmasse herzustellen. Diese Becher sind unter Beleuchtung transluzent. Der Klang ist gläsern. Das schneeweisse Porzellan in Kombination mit der weissen Glasur, reflektiert die Farben der Speisen auf der Innenseite. Die Gräserstruktur auf der Aussenseite lässt optisch und durch Berühren weitere Erfahrungen zu. Der SCHLEMMER kann mit allen Sinnen wahrgenommen werden.
Wenn man sich bewusst auf die Sinne konzentriert, die Augen beim Schlemmen schliesst, den Becher hört und fühlt, wird ein SlowFood – Prozess in Gang gesetzt.
Der Becher entspricht mit der Produktion (vielfältige Funktion, langlebige Materialwahl, Verzicht auf Farbe, Materialien aus der Region,Auflage ondemand) und Verwendung (SlowFood) dem Ecodesign.
Die Becher können in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden.
Je seltener der SCHLEMMER jedoch gespült wird, desto besser für die Öko-Bilanz.
Der SCHLEMMER lässt sich ein paar tausend Mal verwenden.

Der Schlemmer ist wiederum in einer 40er Auflage produziert und die Gipsform lässt eine weitere Kollektion zu.

Erhältlich für CHF 25.00 bei sapperlot.ch

Das Tischset „BUBBLES“ habe ich nach Ecodesign-Aspekten entwickelt.

tischset Bubbles_Abend

Die Tischsets bestehen aus dem Resteverkauf einer Textilfirma meiner Umgebung. Diese Firma bietet die Möglichkeit, die ausrangierten Stoffe weiter zu verwenden. Die Stoffe erhalten dadurch weitere Verwendungen und müssen nicht direkt entsorgt werden.

Bei der Wahl des Textils habe ich mich für eine Baumwoll-Trevira Qualität entschieden. Trevira ist eine Polyesterfaser die unter Anderen Kunststoffen, auch aus alten PET-Flaschen besteht. Polyesterfasern sind sehr reissfest, scheuerfest und lichtbeständig. Sie lassen sich thermofixieren, weshalb sie nicht schrumpfen und kaum knittern. Ihre Feuchtigkeitsaufnahme ist gering, sie trocknen rasch. Trevira eignet sich daher bestens für den Einsatz als Tischset. Es ist langlebig und pflegeleicht. BUBBLES kann in der Waschmaschine bei 40 Grad gewaschen und leicht gebügelt werden. Da dieses Textil mit Baumwolle gemischt wurde, fühlt es sich weich an. BUBBLES bleibt bei mehrmaligem Waschen sehr gut in Form.
Das dichtgewobene Material ist fein, dadurch ergibt sich einen beinah fliessenden Übergang zur Tischfläche.

Ich habe zwei Farben gewählt. Es besteht die Möglichkeit, Abwechslung in den Alltag zu bringen, ohne weitere Tischsets zu kaufen. Da BUBBLES beidseitig verwendbar ist, muss es auch weniger oft gewaschen werden.
Die beiden Stoffe schienen bei den anderen Käufern und dem Verkaufspersonal nicht attraktiv zu sein. Dies zeigte sich an den fragenden und kritischen Bemerkungen. Eine weitere Bestätigung für mich, den richtigen Stoff gewählt zu haben.

Das selbe Material setze ich auch für das Dekor ein. So kann ich das Restmaterial beim Zuschnitt der Tischsets wiederum verwenden. Der Stoff lässt sich zudem sehr gut mit dem Schneidplotter bearbeiten. Für die Applikation des Dekors auf das Tischset kommt Vliesofix (OEKO-TEX 100, KLASSE 1) zum Einsatz.

Bei der Gestaltung entschied ich mich auf die zeitlose Kreisform. Bei der Musterentwicklung habe ich darauf geachtet, dass es im Nutzen geschnitten wird und somit wenig Restmaterial ergibt. Da ich Kreise ineinander geschnitten habe, entstanden dadurch Ringe (BUBBLES). Das Ringmotiv entspricht der Formensprache runder Gefässe. Die Ringe muntern den Nutzer zur spielerischen Interaktion auf.
Die Anzahl Ringe sind wohldosiert*. Dadurch braucht der Schneidplotter und das Applizieren weniger Energie.

(*Loos, Adolf, & Ruf, Oliver. (2019). Ornament und Verbrechen : Adolf Loos : Die Schriften zur Architektur und Gestaltung. Stuttgart: Avedition.)

Bei der Anordnung der Ringe auf dem Tischset gibt es zwei „Szenen“. Die Abendszene hat eine Ausrichtung der Ringe im Eck des Sets. Für die Tagesszene befindet sich die Anordnung der Ringe an der langen Randseite. Diese unterschiedlichen Dekore ermöglicht wiederum Abwechslung in der Ausrichtung des Sets auf dem Tisch. Der Benutzer hat nun die Wahl von vier Ausrichtungen.

Mich fasziniert die Möglichkeit der Mustergenerierung durch Programmierung. P5JS gibt mir als Designerin, die Gelegenheit neue Gestaltungsformen in digitaler Form zu erforschen und zu entwickeln. Einen grossen Dank geht an den Tutor, Daniel Shiffman, der auch den Namen dieses Produkts geprägt hat.
Anhand der Library P5JS habe ich ein BUBBLES-Spiel programmiert.
Der Kunde interagiert während des BUBBLES-Spiels mit den Ringen und gestaltet sein persönliches Dekor. Die Transformation der digitalen Gestaltung bis zum realen BUBBLES-Tischset ergibt eine Kooperation von Kunde und Designer. Die spielerische Gestaltung löst ein positives Gefühl aus. Dies steigert den Wert des finalen Produkts und wird zu etwas ganz Eigenem für den Nutzer.

Interaktion mit dem Ring
Lust zum bubblen? … sapperlot.ch/bubbles/

BUBBLES ist als Kleinserie konzipiert.
Ich habe vernommen, dass der Resteverkauf eingestellt wird und hoffe, dass es trotzdem die Möglichkeit gibt, Restware für eine zweite Kleinserie von Tischsets zu verwerten.

Projekt Kalender

Das neue Jahr ist angebrochen und ich habe noch keinen sinnreichen Kalender für den Wohnbereich gefunden. Vor ein paar Jahren gab die Umweltfachstelle in Olten einen informativen Jahreskalender heraus. Monat für Monat konnte ich Nützliches und Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt meiner Umgebung erfahren. Ich habe die Suche nach einem vergleichbaren Kalender aufgegeben und entschieden, selbst einen zu gestalten.
Dabei habe ich mir überlegt einen klassischen Jahreskalender (schöne Bilder, lehrreiche Inputs und Tagestabelle) mit interaktiven Elementen zu versehen. So könnten die Benutzer anhand von QR-Codes zusätzlich auf Webinhalte zugreifen und sich von Videos, Rezepten, Werkanleitungen inspirieren lassen und weitere Inputs erhalten. Jeden Monat wird ein Thema aus meiner unmittelbaren Umgebung der Natur bearbeitet.

 

„Zwipf“ Futtersäckli für Kleinvögel

Das Januarprojekt widme ich dem Thema Futterstelle für Kleinvögel. Da ich eine Futterstelle in meinem Garten habe, kann ich Beobachtungen direkt mit Fotos und Videos dokumentieren.
Die Meisenknödel und Futterringe aus dem Handel haben sich gut bewährt. Mich stört jedoch, dass diese oft in einem Kunststoffnetz verpackt sind. Diese Kunststoffnetze können nicht wieder befüllt werden und bleiben schlimmstenfalls in der Natur zurück. Als umweltfreundliche Alternative habe ich ein Redesign namens „Zwipf“ gestaltet.

zwipf_umwelt

Der „Zwipf“ ist für Kleinvögel im Siedlungsgebiet konzipiert. Der Name „Zwipf“ ist eine Abkürzung und bedeutet Zwischenverpflegung.
Denn bei Bodenfrost, Eisregen oder geschlossener Schneedecke kann die Fütterung eine Überlebenshilfe sein. Die Schweizerische Vogelwarte und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz haben ein Merkblatt zum Thema „Fütterung von Kleinvögeln“ herausgegeben.
„Futterstellen bieten ausserdem eine gute Gelegenheit, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ermöglichen somit schöne Naturerlebnisse. Deshalb ist gegen ein sachgemässes und massvolles Füttern nichts einzuwenden, wenn wir uns gleichzeitig auch für die dringenden Natur- und Vogelschutzprobleme einsetzen.“

> vogelwarte.ch Merkblatt

Beim Redesign „Zwipf“ habe ich das erwähnte Merkblatt berücksichtigt. Der „Zwipf“ ist mit vielen schwarzen Sonnenblumenkernen, einigen zerhackten Hasel- und Baumnüssen sowie mit wenigen Rosinen befüllt. Aus ökologischen Gründen, sollten auf Erdnüsse, Palmöl und Kokosfett verzichtet werden. Da „Zwipf“ wiederbefüllbar ist, habe ich auf eine Anreicherung mit Rindertalg oder Schweinefett verzichtet. Der Benutzer kann den „Zwipf“ ohne grossen Aufwand erneut befüllen. Es sollte aber nichts Gewürztes, Essensreste oder Brot verwendet werden.

Das Material des „Zwipf“s besteht aus Leinenschnur (Linum usitatissimum) und ist eine alte Kulturpflanze, die zur Faser- und zur Ölgewinnung angebaut wird. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde Leinen in der Textilindustrie fast völlig durch Baumwolle verdrängt, gewinnt aber seit dem Ende des 20. Jahrhunderts als ökologische Naturfaser wieder an Bedeutung.
Mir gefällt das Material, da es auch in unserer Region wächst und robust ist. Bei Nässe gewinnt es an Reissfestigkeit.
„Zwipf“ ist rundgestrickt und kann mit etwas handwerklichem Geschick selbst hergestellt werden. Für „Maker“ habe ich eine Anleitung erstellt.

Der „Zwipf“ kostet 16.00 CHF und ist unter > sapperlot.ch – zwipf erhältlich.

 Zwipf Herstellung         zwipf produkt

 

„zwipf“s können fast überall aufgehängt werden.
Geeignet sind Zweige, Stangen und Gitter in ausreichender Distanz zum Boden. Zu vermeiden sind Auflauerstellen für Feinde (z.B. Katzen).
Als Zufluchtsorte der Vögel bei Gefahren sollten in der Nähe, Bäume oder Sträucher stehen.

zwipf meise

 

Ich habe beobachtet, wie die Kohlmeisen die Sonnenblumensamen aus dem Zwipf herauslösen, öffnen und fressen.
Ein Fressverhalten, welches mich an „slowfood“ erinnert.
Bei der Fütterung von Meisenknödeln frassen die Kohlmeisen schneller und mehr.