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Archiv für den Monat September 2014

… Entwicklung einer Kleinserie

 

Einleitung:

Braucht es überhaupt noch eine weitere Leuchte?
Jede Designgeneration entwirft neue Leuchten für den Markt und diese sind Zeitzeugnisse der jeweiligen Gesellschaft. 
Technologien werden stets weiterentwickelt, neue Materialien erscheinen und die Gesellschaft ändert ihre Ansprüche. Bei der Gestaltung eines Produkts berücksichtige ich folge dessen, soziale-, ökologische und ökonomische Aspekte. Denn in der heutigen Zeit, muss ein Produkt nicht nur schön, sondern auch umweltfreundlich und nützlich sein.

 Literatur:

Clivio Franco, Verborgene Gestaltung: Dinge sehen und begreifen, Basel 2009, Birkhäuser

Romero-Tejedor Felicidad, Der denkende Designer: Von der Ästhetik zur Kognition – ein Paradigmawechsel, Hildersheim 2007, Georg Olms Verlag

Naylor Maxine, Form follows Idea: an introduction to design poetics, London 2007, Black Dog

Gute Gestaltung ist Ganzheitlich. So orientiere ich mich zum Beispiel, an den zehn Regeln von Dieter Rahms.

designwissen.net > 10 Thesen von Dieter Rams, über gutes Produktdesign

 

the making of…

Dank dem Preisgeld, das ich im Rahmen des „energyday13“ für die «chan.01» erhielt, hatte ich die Möglichkeit, das Konzept der LED-Leuchte weiterzuentwickeln. Ab November 2013 überarbeitete ich das Konzept, damit ich eine Kleinserie, namens «chan.02», produzieren konnte. 

Die Funktion der «chan.02.» wolllte ich beibehalten, somit ist auch diese wandelbar. Der Leuchtenschirm der «chan.02» kann in unterschiedlichen Formen drapiert werden. Das Konzept habe ich jedoch optimiert und benutzerfreundlicher gestaltet. Wobei es immer noch etwas handwerkliches Geschick braucht.

chan.01
chan.01, Luftvolumen durch Aufblasen mittels Trinkhalm
chan.02
chan.02, Lufteinlass durch Faltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Produktion habe ich sämtliche Komponenten überprüft und nahm einige Änderungen vor. Die Leuchte kann nun oben an der Fassung manuell und bequem, ein- und ausgeschaltet werden. Der festmontierte Stab ermöglicht eine schonende Kabelführung. Zur Sicherheit, habe ich die Montage der elektronischen Bauteile bei einem Elektroinstallateur überprüfen lassen.

Die Lieferanten produzierten zum Teil die gewünschte Ware nicht mehr. So wechselte ich beispielsweise das Notenpult und wich auf das schwarze Modell aus. Das Leutmittel „the nanoleaf“ habe ich gegen ein wärmeres Leuchtmittel von Phillips ersetzt. Dieses ist beinahe so lichtstark wie die „nanoleaf“ und ist in der Schweiz erhältlich. Möchte der Benutzer die «chan.02» als Ambientleuchte einsetzen, kann ich ihm das „hue-system“ empfehlen. 

meethue.com

 

Als weiteres Angebot, habe zusätzlich zur Stehleuchte, die Hängeleuchte entwickelt. Die Hängeleuchte «chan.02» ist in den Grössen, S, M und L (wie in einer Modekollektion), erhältlich. Beim Prototypenbau, musste ich feststellen, dass dies nur für die Hängeleuchte optimal war. 
Die Stehleuchte ist ausschliesslich in der Grösse S erhältlich. 
Beide Leuchten habe ich folge dessen, mit einer Konstruktionshilfe ausgestattet. Dies führt dazu, dass die Leuchte zusätzliche Komponenten erhält und für den Benutzer, bei der Montage, einen handwerklichen Mehraufwand erfordert. 

chan_led5
Ambientlicht mit dem Hue-System
 
Erfahrungen…

… zur Logistik…
Mit der LED-Leuchte «chan.02.» habe ich mein erstes“hauseigenes“ Produkt entwickelt. 
Die Komponenten der Leuchte baue ich selbst zusammen und der Leuchtenschirm wird in feinster Handarbeit hergestellt. Da die Leuchte aus mehreren Komponenten von unterschiedlichen Lieferanten (Schweiz und Deutschland) und dessen Zulieferanten besteht, kann das Material vom Original abweichen. Es kann auch zu Lieferantenwechsel und somit zu Lieferterminproblemen oder neuen Preisverhandlungen kommen. Das hausinterne Lagern der Komponenten erfordert eine gut strukturierte Ordnung. Dies gilt von der kleinsten Einheit, bis zur Verpackung und der Administration. Die Leuchte wird erst bei einem Bestelleingang produziert. Da ich mit einer kleinen Nachfrage rechne, verfüge ich über ein kleines Materiallager.

Ich habe nun ein Produkt, mit dem ich mich an Messen präsentieren und den Kontakt zur „Aussenwelt“ aufnehmen kann. 

… zur Bewerbung…
Zur Bewerbung und für den Verkauf setze ich meine Website ein. (Der Verkauf auf einer online Plattform lohnt sich für dieses Produkt nicht.) Auf der Site ist nun auch ersichtlich, welche Produkte in der Konzeptphase sind und welche zum Verkauf zur Verfügung stehen.

sapperlot.ch > shop

 Als Mitglied des sda (swiss design association) konnte ich auf dessen Website zusätzlich mein Profil aktualisieren. 

swiss-design-association

Zudem informierte ich die Presse, worauf die Zeitschrift „Hochparterre“ einen kurzen Rubrikbeitrag schrieb. Dies freute mich sehr, da ich diesen als Referenz sehr gut einsetzen kann. 

hochparterre.ch > Designblogbeitrag > eine Leuchte wie chanel

Bei der Crowdfundingorganisation „wemakeit“ reichte ich mein Projekt ein und konnte für kurze Zeit, die «chan.02» bewerben. Dabei fand ich Käufer und interessante Kontakte. „wemakeit“ gab mir nützliche Tipps. So reaktivierte ich meine Profile auf den Socialmediaplattformen und erstellte Mailinglisten.

wemakeit.com

 

… Kontakt zum Benutzer…
Den Einsatz der LED-Leuchte «chan.02» erprobte ich zuerst innerhalb meiner Familie. Dabei zeigten sich Unsicherheiten bei der Montage und der Drappierung des Lampenschirms. 
Danach konnte ich eine Familie mit zwei Jugendlichen (12 / 14) bei der Installation beobachten. Ich stellte ihnen eine Anleitung zur Verfügung. Nach einigen Startschwierigkeiten, konnten sie die Leuchte montieren. Durch die Beobachtungen, nahm ich kleinere Korrekturen vor. Ich erläuterte die Drappierung, worauf die Familie eine Leuchte für ihre Küche erwarb. Diese montierten sie ohne meine Hilfe. 
Eine weitere Familie installierte die «chan.02» anhand der Anleitung, mit Erfolg. 
Bei weiteren Kunden, lieferte ich die Leuchte persönlich aus und installierte diese, worauf ich auch die Details erläutern konnte. Die Kunden schätzten den Kontakt sehr und für mich war es interessant zu sehen, in welchen räumlichen Kontext die «chan.02» steht und wessen Vorlieben bei der Drappierung bestand. Diese Vorgehensweise bestätigte mir dessen Funktion und dem Benutzer gab es Sicherheit in der Handhabung. 

Allgemein stellte ich fest, dass das Thema der Farbgebung manchmal zur Diskussion stand. Worauf ich flexibel reagierte und meinen Standpunkt erläuterte. Interessanterweise entschieden sich die Benutzer danach immer für die Originalvariante. 

… Ausblick…
Eine Leuchte im Sommer zu bewerben ist nicht optimal, deshalb bin ich gespannt, wie die «chan.02» im Winter ankommt…

Dokumentation «chan.02» Hängeleuchte
Dokumentation «chan.02» Stehleuchte

Designwettbewerb «Wer ist die Schönste…?»

Im Juni 2013 wurde der Designwettbewerb „Wer ist die schönste… ?“ im Rahmen des „energyday13“ lanciert. Dieser wurde von der Energie-Agentur-Elektrogeräte (eae) organisiert und lief unter dem Programm, EnergieSchweiz, des Bundesamts für Energie (BFE). 
Ziel des Wettbewerbs war, die Konsumenten für den Einsatz von LED-Leuchtmittel zu gewinnen und auf die neue Technologie aufmerksam zu machen. Einzureichen war „eine Eigenkreation eines Prototyps für eine ästhetische LED-Wohnraumbeleuchtung für den privaten Haushalt“.
Ich nahm am Wettbewerb teil, da ich einen sinnvollen Beitrag zum Thema „Energiesparen“ leisten wollte, denn die LED’s bestechen durch eine lange Lebensdauer, sie sind stoss- und vibrationsfest und haben einen geringen Energieverbrauch. Ausserdem sind die LED’s quecksilber- und schadstofffrei, geben keine UV- und IR-Strahlung ab und sie sind in allen Lichtfarben erhältlich.

Literatur:
Nachtigall Werner, Biologisches Design, Berlin 2005, Springer

Für mich stand fest, dass ich nicht einfach die „Schönste“ LED-Leuchte entwerfen wollte, sondern die „Effizienteste“. Zu Beginn stellte ich die Frage nach den Lichtbedürfnissen der Bewohner. Dabei kam ich zum Ergebnis, dass es unterschiedliche Bedürfnisse, wie Leselicht (Spottlicht), Raumlicht und Ambientlicht gab. Meine Leuchte sollte somit wandelbar sein. Da ich die Funktion definiert hatte, entschied ich mich nach einer Analogie aus der Natur zu suchen und stiess auf die Ballonblume (Platycodon grandiflorus) und weitere Faltkonstruktionen von Blütenarten.

ballonblume

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Des Weiteren interessierten mich physikalische Aspekte wie die Erzeugung von Luftvolumen und der Wirkung von schwarzen und weissen Flächen, die Licht absorbieren bzw. reflektieren.

Bei der Auseinandersetzung mit der LED-Technologie, kam ich zur Erkenntnis, dass ich ein vorhandenes LED-Leuchtmittel für meine Leuchte einsetzen wollte. Der Umgang mit den unterschiedlichen Komponenten, wie Widerstandsberechnung, Schaltung, Hitzedämmung ect. schien mir zu unsicher. Ich wollte ein Lichtstarkes und sicheres Leuchtmittel. Auf meiner Recherche, stiess auf auf das Crowdfundingprojekt „the nanoleaf“. Das Retrofit – Leuchtmittel besticht durch seine Effizienz und seiner Ästhetik. (Die Ästhetik ist leider ein Wiederspruch, denn das Betrachten der leuchtenden Birne ist schädlich für die Augen). Sinnvoll, schien mir das E27 Gewinde, das passt in alle gängigen Leuchtenfassungen und mit einem textilen Kabel, war dies eine schöne Lösung.

photo-main
 
 
 
 
 
 
 

nanoleaf.me

Nun hatte ich genügend Inputs und entwarf die definitive Leuchte. Während der Entwicklung erprobte ich leichte, reissfeste Materialien.
Die LED-Leuchte sollte möglichst leicht und einfach im Aufbau und der Logistik sein. So entschied ich mich auch für ein Notenpult als Leuchtenhalterung und dessen faltbarer Konstruktion.

Dokumentation «chan.01» > doku_chan01

 

Fazit:

“Wer ist die schönste..?“
Für künftige Designlösungen reicht schön sein alleine nicht aus.
Ein Produkt muss dem Benutzer und der Umwelt dienen.
 Deshalb legte ich Wert darauf, dass die Funktion sowie die Materialwahl und 
die Konstruktion (nebst der “Schönheit“) zentrale Aspekte beim Entwurf
 der LED-Leuchte «chan.01» war.
Neue Technologien und Beobachtungen aus der Natur (Bionik) inspirierten 
mich beim Gestaltungsprozess.
«chan.01» ist ein Produkt, das effizient in allen Aspekten ist und trotzdem die Ästhetik berücksichtigt. Der Name «chan.01» wurde vom Modelabel «chanel» abgeleitet. Die LED-Leuchte erscheint wie ein tanzendes Model auf dem Catwalk.

LED-Leuchte «chan.01»

 

Im November 2013, gewann ich den 2.Preis der Publikumsjury.
Mit dem Preisgeld konnte ich meine «chan.01» für eine Kleinserie überarbeiten.
Daraus entstand die «chan.02» …

 

Analyse des Bienensterbens

Auf der Suche nach einem ökologischen Projekt, bin ich auf die Problematik des Bienensterbens gestossen. Wie kann ich als Designerin eine Lösung zu dieser Problematik anbieten? Gibt es Möglichkeiten, die Bienen als Energieträger (Wärmeabgabe des Bienenvolks) zu nutzen? Welche Produkte kann ich gestalten? 
Der Besuch des Weiterbildungsmoduls „Honigbienen im Klassenzimmer“, der im Rahmen der SWISE (Swiss Science Education / naturwissenschaftliche Bildung) veranstaltet wurde, gab mir praktische Einblicke über die Bienenforschung. Dabei lernte ich den Umgang und die Betreuung von Bienen kennen. Mein Ziel war es, einen persönlichen Bienenkasten zu bauen und diesen mit einem Bienenvolk, für meine Beobachtungen und Designlösungen, zu beleben. Das Vorhaben gestaltete sich schwierig. Es stellte sich heraus, dass das Expertenwissen unabdingbar war. 

Biennen-Schaukasten
selbst gebauter Honigbienenkasten
Wespennest
Wespennest in unserem Dachstock

 

Fazit: 
Literatur:

Lehnherr Matthias, Imkerbuch: Der süsseste aller Stoffe: Der sozialste aller Staaten: Ein Jahr mit Bienenvolk und Imker, Basel 2013, Aristaios-Verlag

Kramer U., Theiler P., Der schweizerische Bienenvater: Praktische Anleitung zur Bienenzucht, Aarau 2012, Sauerländer

Rieger Sonja, Bienen machen Schule: Mit Kindern & Jugendlichen die Welt der Bienen entdecken, Rosenfeld 2011, Mellifera

Kutsch Irmgard, Mit Kindern im Bienengarten, Stuttgart 2010, Verlag Freies Gestalten

Das sensible System spielt sich innerhalb der Imkerei ab und kann nur durch sie beeinflusst werden. Die Idee der Wärmegewinnung der Bienen, war für mich nicht mehr prioritär.
Einen Bienenkasten zur Beobachtung im öffentlichen Raum und von der Imkerei betreut, sehe ich als Lösung für die Sensibilisierung der Problematik des Honig-Bienensterbens. Die Menschen könnten Beobachtungen (für alle Sinne) machen und Antworten auf ihre Fragen erhalten. Zudem könnte der/die ImkerIn, Honigprodukte anbieten. Als Designerin würde ich gerne im Rahmen des Servicedesigns mitwirken.
Der Mensch selbst, kann die Biodiversität fördern, indem er den „wilden“ Insekten, Bienenweiden anbietet und natürliche Nistkästen zur Verfügung stellt.  

natürliche-bienenhaltung.ch
freethebees.ch
hobos.de > HOneyBee Online
vdrb.ch > Verein Deutschschweizerischer und Rätoromanischer Bienenfreunde
giftzwerg.ch (Förderung von Wildblumen)
 
Anmerkung:

Die Weiterbildung vermittelte mir in methodischer Hinsicht eine sehr gute Vorgehensweise. Durch beobachten der Natur konnte ich persönliche Fragen und Thesen formulieren. Anhand dieser habe ich nach Antworten gesucht. 
… weitere SWISE-Module folgten. An den Veranstaltungen erforschte ich naturwissenschaftliche und technische Inhalte durch beobachten, experimentieren und hinterfragen.

swise > Naturwissenschaftliche Bildung Schweiz
simplyscience.ch
 

 

Technische Produktlösungen durch Beobachtung von Naturprinzipien

Im Frühling 2013 nahm ich an der Weiterbildung zum Thema „Bionik“, an der HSLU, in Horw teil.
Ich wollte die Vorgehensweise und gestalterischen Methoden kennenlernen. 

Durch die Nutzung physikalischer Gesetze in der Natur und modernster Methoden, kann das Potenzial der biologischen „Erfindungen“ für die Technik und deren Produkte, ökologisch eingesetzt werden.

Für eine ökologische Lösung muss eine konkrete Fragestellung zur Funktion gestellt werden. Danach wird in Zusammenarbeit mit Biologen, Designern und Ingenieuren, passende Lösungen aus der Natur und für die technische Umsetzung, eines nützlichen Produktes gefunden.
Dabei werden Analogien aus der Natur, anhand der Materialbionik, Konstruktionsbionik, Verfahrensbionik oder Entwicklungsbionik gesucht. Durch die Abstraktion entstehen neue Erfindungen oder ältere Produkte können verbessert werden.
Folgende Prinzipien wie, Materialanlagerungen (z.B. stricken) , Leichtbau, multifunktional, Verschleiss-Versagenstoleranz, Selbstreparatur, Adaptivität, Faltkonstruktion, Zugspannung werden anhand der Naturbeobachtungen analysiert.

Literatur:

Nachtigall Werner, Biologisches Design: systematischer Katalog für bionisches Gestalten, Berlin 2005, Springer

Allen Robert, Das kugelsichere Federkleid: wie die Natur uns Technologie lehrt, Heidelberg 2011, Spektrum Akademischer Verlag

Finsterwalder Rudolf, Form follows nature: Eine Geschichte der Natur als Modell für Formfindung in Ingenieurbau, Architektur und Kunst, Wien 2011, Springer

Belzer Sigrid, Die genialsten Erfindungen der Natur: Bionik für Kinder, Frankfurt a.M. 2010, S. Fischer

Cerman Zdenek, Erfindungen der Natur: Bionik – Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können, Reinbek 2005, Rowohlt Taschenbuch

Fazit

Die Weiterbildung hat mir gezeigt, dass die Natur nicht nur als Inspiration für die Formfindung im Design (Biomimicry) dient. Innovative Produkte entstehen, wenn die Frage nach der Funktion gestellt wird. Durch die Analyse von Prinzipen der Natur (Suche nach Analogien), können Produkte nachhaltiger gestaltet werden. Dabei muss die Beobachtung in die Technik transferiert werden. Dies geschieht durch Abstraktion und experimentieren. Modernste Methoden wie generative Fertigungsverfahren, Simulationen und die Finiten Elemente Methode (FEM, Wirkung mechanischer Kräfte, Bauteileoptimierung) tragen zur Realisierung bei.
Eine Zusammenarbeit im Team (Biologie, Design, Engineering) ist ideal. Jedes Teammitglied trägt seinen fachspezifischen Teil bei, es entsteht ein gegenseitig, bereicherndes Resultat. Der bionische Entwicklungsprozess kann in zwei Ansätzen bearbeitet werden. Beim Bottom-Up-Prozess, initiiert der Biologe, ein für die Technik interessanten Naturaspekt. Beim Top-Down-Prozess tritt der Ingenieur mit einer technischen Fragestellung an den Biologen. Ist die Zusammenarbeit ausgewogen, entsteht eine innovative, ökologische und ästhetische Lösung.
Meine Aufgabe als Designerin besteht darin, die beiden Prozessvarianten von Beginn an zu begleiten. Als dritte Prozessmöglichkeit sehe ich, dass das Design die Funktionsfragestellung formuliert. Indem der Mensch und sein Bedürfnis als Ausgangssituation definiert wird.

 

bionische-innovationen.de
bionik-online
bionik-zentrum.de
biological sciences
evosolutions.ch > Bionik
srf.ch / myschool > Das Genie der Natur

Definition nature_lab

Der Begriff «nature_lab» entstand im Rahmen meines Masterstudiums, Productdesign, an der Hochschule Luzern, HSLU. Bei der Themenfindung stellte sich heraus, dass ich einen engen Bezug zur Natur habe und mich die Ressourcenverschwendung betroffen macht.

Mein Ziel

Als Industrie- und Produktdesignerin, sehe ich meine Aufgabe darin, Lösungen für eine nachhaltige Welt zu entwickeln. Ich möchte dies jedoch nicht mit dem Zeigefinger nach oben tun, sondern durch meine persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen der Natur, Technik und der Gesellschaft. Ich gestalte nützliche und umweltschonende Objekte / Systeme, die die Menschen gerne beachten und anwenden. Mein Ziel ist es, die Welt zu entschleunigen. Ich gestalte Produkte, zu denen die Menschen einen persönlichen Bezug aufbauen können. Das Interesse besteht darin, innovative, überraschende und poetische Produkte / Systeme zu realisieren.
Die Benutzer (nicht Verbraucher) sollen eine persönliche Beziehung zu den Objekten / Systemen eingehen können. Dadurch werden weniger Produkte und schliesslich weniger Ressourcen verbraucht.

Meine Motivation

Mich interessiert ein ökologisches Design, das dem Menschen und der Umwelt dient. Dazu entwickle ich passende Produkte / Systeme. Mich interessiert das Zusammenspiel von Natureinflüssen (Naturwissenschaft), Materialien und die Wirkung auf den Menschen und die Natur.
Ich möchte naturwissenschaftliche Aspekte kennen lernen und diese für den Designbereich anwenden. Dabei untersuche ich den Zusammenhang zwischen materiellen, energetischen und menschlichen Ressourcen. Ich beachte Produktionsprozesse, Technologien, die Produkte selbst und das Konsumverhalten.
Die entwickelten Produkte sind flexibel, beständig, modulierbar, multifunktional, anpassungsfähig, recyclebar.

Literatur:
Finsterwalser Rudolf, Form follows nature: Eine Geschichte der Natur als Modell für Formfindung in Ingenieurbau, Architektur und Kunst, Wien 2011, Springer

Papanek Victor, Papanek-Konzept : Design für eine Umwelt des Überlebens, München 1972, Nymphenburger

Tischner Ursula, Was ist EcoDesign? Ein Handbuch für ökologische und ökonomische Gestaltung, Frankfurt a.M. 2000, Verlag Form

Fuhs Karin-Simone; Die Geschichte des nachhaltigen Designs: Welche Haltung braucht Gestaltung, Bad Homburg 2013, VAS- Verlag für akademische Schriften
analyse_naturelab
Analyse > naturelab

 

Brainstorming_ecodesign

… die folgende Dokumentation entstand während des 1. Semesters des Masterstudiums.

naturelab_sp_dokumentation_hs1213
 

…der folgende Link, zeigt meine Präsentation und mein vielfältiges Interesse am Thema.

… mit der Folgerung, dass dies nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit des begonnenen Master-Studiums zu erreichen war. Aus diesem Grund entschloss ich mich für dessen Unterbruch, damit ich mir die nötige Zeit, für die weitere Bearbeitung der Unterthemen, nehmen kann …