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Archiv für den Monat September 2015

Conceptmapping zur Visualisierung des Systems

Bei meinem weiteren Vorgehen, stellt sich mir die Frage, wie wandelbare Objekte, welche Wetterphänomene zeigen, Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahre zur Erkenntnisgewinnung motivieren, zu gestalten sind.


Beim Versuch diese Frage zu beantworten, erstellte ich eine Conceptmap, mit Inhalten wie „Wetterphänomene“, „Erkenntnisgewinnung“ und „wandelbare Objekte“.

Den Inhalt „Wetterphänomene“ untersuchte ich unter dem Aspekt basaler Erfahrungen. Dabei beobachtete ich die Leute und ihr Verhalten und deren Kleiderwahl. Die Natur zeigt diverse Auswirkungen der Wetterphänomene, wie die der Verwitterung, oder der Dürrelaubverfärbung. Des Weiteren suchte ich nach Begriffen des Wetters und historisch – kulturelle Themen. Bei der Herstellung und Veredelung der Leinenstoffe, wurde der Nebel als Hilsmittel eingesetzt. Das Wetterphänomen als Hilfsmittel einzusetzen finde ich sehr aufschlussreich. Wie können weitere Wetterphänomene auf unterhaltsame Weise eingesetzt werden?
Sinneserfahrungen werden jederzeit persönlich erfahren. Einige Personen nutzen Wetterbilder zur Darstellung von Emotionen und Inszenierungen.

phäno_wetter   Erkenntnisse

 

Unter dem Aspekt „Erkenntnisgewinnung“ habe ich mit den SuS einige Methoden eingeführt. Das Wetter wurde gefühlsorientert, systematisierend, erlebnisorientiert und erläuternd dargestellt. Dies zeigte mir die verschiedenen Lernzugänge der SuS. Bei der Frage des Interesses in Bezug auf das Wetter, konnte ich keinen Gender-Unterschied feststellen. Die SuS hatten das Wetter mehrheitlich in der Primarschule thematisiert. Die Äusserungen der Unterrichtserlebnisse waren eher negativ. 
Die SuS haben zwei zu lösende Aufgaben erhalten. Diese orientieren sich an ihre Wetter-Gefühlswelten – und ihr Beobachtungsinteresse. Mittels Handyfotos und Beschreibungen, werden sie ein Wettertagebuch führen. Die Motivation diese Aufgaben zu lösen war gut.

SuS_wetteraufg

 

Durch Beobachten meiner Umgebung und dessen Wettereinflüsse, habe ich Materialien auf ihre Wandelbarkeit untersucht.
Die Thematik des Regens haben mich bewogen einen Regenmesser anhand eines Schwammes zu untersuchen. 
Des Weiteren habe ich das Verhalten und die Äusserungen der SuS zur Thematik Regenwetter beobachtet und Konzepte entworfen. Bei beiden Versuchen kann die Frage und dem Sinn nach der Generierung der Erkenntnisgewinnung nicht beantwortet werden.

material   konzepte_sp

 

In einem nächsten Versuch werde ich anhand eines Wetterelements wie zum Beispiel das des Regens, ein Tool gestalten, welches die Sinne anspricht und zum weiteren explorieren anregt und bis zum Erkenntnisinteresse motiviert.

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Ziele und Ausgangslage für das 2. Semester

Am 11. und 12. September fand der erste Teil des zweiteiligen Forschungsworkshops in der Vertiefung Produkt statt. Dieser Workshop hatte das Ziel, dass wir Masterstudierende unser Datenmaterial der empirischen Untersuchungen, die wir während des Zwischensemesters erarbeiteten, präsentieren und reflektieren konnten. Im Anschluss ging es darum, die Schlüsse für unser weiteres Arbeiten zu ziehen und weitere Forschungsthemen zu definieren.

Für meine weitere Forschung werde ich Wetterphänomene auf dessen basale Erfahrungen untersuchen. Dabei treten quantitative Messinstrumente in den Hintergrund. Das Erlebnis und die Gefühle, die bei Mensch und Natur durch Wetterphänomene beobachtet und erlebt werden, stehen im Zentrum. Mein Zielpublikum, die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe1, werde ich partizipativ und mittels „cultural probes“ einbeziehen. Die Wahl nach entsprechenden Materialien und dessen Kontext werden thematisch gegliedert und erprobt. Dabei entwickle ich Hypothesen, die mir als Grundlage meiner gestalterischen Arbeit dienen.

Gernot Böhme beschreibt zum Thema „Das Wetter und die Gefühle“, die phänomenologie des Wetters. Die Frage was Wetter ist, erläutert er, dass es nicht anhand der täglichen Wettervorhersage, welche durch die Messungen von Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Windstärke begründet ist, sondern dass alle Elemente das Wetter erzeugen und durch das persönliche Beobachten und erleben im hier und jetzt definiert wird. Denn es entsteht regional und singulär. Erst wenn wir nach draussen gehen und uns dem Wetter aussetzen, können wir das Wetter beschreiben. Es entstehen ganz andere Kategorien als die in der Meteorologie… (vgl. Böhme Gernot: Luft, 2003: Das Wetter und die Gefühle, S. 148)

Literatur:
Busch, Bernd. (2003). Luft (Vol. Band 12, Schriftenreihe Forum). Köln: Wienand.

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