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Archiv für den Monat März 2016

Fragestellungen:

– Wie kommt das Konstruktionsspiel „FLAIR“ bei den Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 14 Jahren an?
– Wie gut funktioniert das Handling der Montage?

 

Ausgangslage:

9 Schülerinnen und Schüler (4 Mädchen und 5 Knaben im Alter von 13/14 Jahren, Sek1 / Niveau E) haben am 10. März, 5 Minuten vor der Mittagspause, das Konstruktionsspiel „FLAIR“ kennen gelernt.
Anhand eines Spielsets, bestehend aus 6 Drehmodulen und 12 Wechselrahmen, habe ich ihnen die Montage kurz erläutert. Darauf erhielten die Schülerinnen und Schüler Küchenpapier, Scheren und das Spieleset. Da es kurz vor Mittag war, beeilten sich die Schülerinnen und Schüler.
Bei der knapp bemessenen Zeit und der etwas unkonzentrierten Schülerinnen und Schüler, konnte ich jedoch erste Reaktionen feststellen und Beobachtungen machen.

L. hielt das Drehmodul spontan in die Höhe und versetzte es in ein schnelles Drehmoment.
> Diese Handlung bestätigte, dass spielerische Aktionen auch in der Hand stattfinden können. Bei einem Selbsttest habe ich die Handlung nachvollzogen. Dabei habe ich Aspekte der Möglichkeiten der Drehbarkeit mittels diverser Anzahl Rahmen und der visuellen Erscheinungen eruiert.

J. bemerkte im Anschluss an meine Erläuterungen, dass es ja easy sei, und begann mit dem Bespannen.

M. und T. haben die Module motiviert genommen und gleich mal am Fenster befestigt. Bei der Bemerkung, dass es auch auf der Aussenseite des Fensters montierbar sei, hat M. das Drehmodul ohne Saugnapf vom Fenster genommen. Spontan hat sie den Saugnapf entfernt und das Drehmodul wieder eingesteckt.

Die Schülerinnen und Schüler bespannten die Rahmen mit Küchenpapier. Dabei beobachtete ich, dass einige Papiere einen Riss bekamen. M. bemerkte, dass es bei einem zweiten Versuch prima funktioniere.
L. überreichte mir zufrieden seinen erfolgreich bespannten Rahmen.
Fazit: Es braucht eine gute Montageanleitung. Das Küchenpapier wird durch Papiertaschentücher ersetzt.

Obwohl wenig Zeit zur Verfügung stand haben alle Schülerinnen und Schüler einen Rahmen genommen und mit mehr oder weniger Erfolg bespannt. Beim Zuschneiden des Küchenpapiers hat M. das Montagestäbchen mit der Schere erfasst. Der Rahmen und das Stäbchen sind unversehrt geblieben.
Fazit: Bei der Montageanleitung werde ich auf das exakte zuschneiden des Materials aufmerksam machen müssen.

Das Konstruktionsspiel „FLAIR“ hat den Fünfminutentest ohne Schaden überstanden.

handling

Aspekte für die Montage:

– Reinigung der Fenster
– Auswechselbarkeit des Saugnapfs
– Steckfunktion des Drehmoduls mittels Rahmen
– Bespannung des Rahmens
– Zuschnitt des Materials

 

Weiteres Vorgehen:

Während der Bearbeitung der Anleitung für die Montage und das Handling. Wurde mir bewusst, dass ich für den nächsten Test nicht eine ganze Gruppe beobachten möchte. Ich habe mich entschieden, einen Aufruf zu machen und so, freiwillige Probanden zu finden, welche Interesse am Spielset „FLAIR“ haben und sich die Zeit nehmen möchten.
Bei diesem Vorgehen kann ich zugleich auch feststellen, ob sich mehr Knaben oder Mädchen dafür interessieren.
Ich werde die Ergebnisse durch meine Probanden über einen Blog dokumentieren lassen. Dabei können Alle von Allen profitieren und sich weiter beeinflussen.
Es entsteht eine neue Lernform, welche ausserhalb des hiesigen Schulsystems praktiziert wird.

Möglichkeiten sehe ich auch, wenn ich weitere Probanden zum Beispiel einen Atelierleiter des Technoramas (Physiker), einen Naturwissenschafts-Didaktiker oder NMG (Natur / Technik) – Fachlehrperson finden liessen, welche das Spielset „FLAIR“ testen und auch via Blog dokumentieren könnten. Ihr eingebrachtes Wissen führt bei den Jugendlichen zu neuen Erkenntnissen.

Die nächsten Arbeiten sind nun, die Anleitung für das „FLAIR-Spiel“ zu erstellen.
Danach werde ich eine Website für das „FLAIR-Spiel“ mit Anleitung und Blog erstellen.
Anschliessend werde ich Probanden suchen und das Set testen und dokumentieren lassen.

 

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Die heutigen Werkzeuge zur Wissensgewinnung naturwissenschaftlicher Aspekte sind zu kopflastig.
Mein Werkzeug bietet einen kreativen und spielerischen Zugang und ermöglicht ein Lernen auf unterhaltsame Weise.

Bei einem Stadtrundgang in Olten, entdeckte ich diverse Windspiele, welche auf unterschiedliche Weise platziert wurden. Einige sind hängend montiert, andere im Boden oder am Balkongeländer fixiert oder in Blumenkisten eingesteckt. Ich habe beobachtet, dass die Windspiele diverse semantische Eigenschaften haben. So gibt es Tierfiguren, deren Flügel sich bewegen. Technisch Lösungen oder im Gegensatz, Objekte welche aus Naturmaterialen bestehen und im Wind beispielsweise Geräusche erzeugen. Aufgefallen ist mir auch, dass es verwitterte Objekte gab. Mein Spielzeug sollte möglichst wetterfest sein und flexibel montiert werden können. Das Bedürfnis sich vom Wetter unterhalten zu lassen zeigt sich auf manchem Balkon oder Garten.

windspiele_beobachtung

 

Als Ausgangslage für die Weiterentwicklung des Konstruktionsspiels, diente mir das erste Modell welches mit modularen Wechselrahmen gestaltet ist. Dieses galt nun zu optimieren und deren Funktionen zu überprüfen.

Als nächstes entschied ich mich, die Module auf einem Stab aufzureihen. Damit der Stab an unterschiedlichen Orten platziert werden kann, habe ich mir Gedanken über den Sockel gemacht. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, den Stab direkt in die Erde oder in einen Blumentopf zu stecken. Ich setzte die Modelle dem Wetter aus und testete diese auf ihren Widerstand. Leider musste ich feststellen, dass keine der Lösungen optimal waren.

sockel_blumentopf sockel_wassersockel_sand

 

Im Anschluss widmete ich mich der Funktion der Montage der Module. Ich suchte nach einer Lösung, welche die Module frei sowie fixiert drehen lässt, so dass beispielsweise die Möglichkeit des Regens, welcher auf die Oberfläche gelangt, als Geräusch oder als Dynamik wahrnehmbar ist. Bei der Fixierung war es mir wichtig, dass die Module zu unterschiedlichen Winkeln stufenlos ausrichtbar waren. Ich entschied mich für ein drehbares Steckmodul, welches ich mit diversen Verschlussmöglichkeiten ausprobierte.

mechanik_skizzen

Bei diesen Überlegungen und Versuchen wurde mir bewusst, dass ich mich vorerst um die Module, welche die Eigenschaft des Materialwechsels beinhaltet, kümmern muss, denn an das drehbare Steckmodul musste vorerst ein passender Anschluss gefunden werden.

wechselrahmen_skizzen

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Durch skizzieren und dem Einsatz des 3D-Druckers habe ich nach einer optimalen Lösung gesucht. Es sollten möglichst unterschiedliche Materialien einspannbar sein. Das Einspannen sollte einfach und schnell erfolgen und zusätzlich das Material gut festklemmen. Somit baute ich diverse Modelle von Wechselrahmen mit Magnetverschluss, Gummibänder und Metallringe.

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Die Wechselrahmenform sollte mit möglichst wenig Material produziert werden. Dies aus funktionalen und ökologischen Aspekten. Bei der weiteren Entwicklung entschloss ich mich auf den Einsatz eines Metallrings. Dabei suchte ich nach dem optimalen Ringverschluss. Nach erproben der Verschlüsse entschied ich mich für die einfachste Lösung, indem der Ring 5cm doppelt über den Ring läuft. Der Anschluss für das Steckmodul konnte durch eine rechtwinklige Biegung hergestellt werden.

modell_metallring

Der Metallring war die, bis zu diesem Zeitpunkt, beste Lösung. Bei der Herstellung des Rings verwendete ich einen aus dem Baumarkt erhältlichen Draht. Da sich der Ring schnell verbog, liess ich ein paar entsprechende Metallringe aus Federstahldraht bei der Schlosserei des Jugendheims in Aarburg herstellen.
Im Januar erfolgte der erste Test.

Partizipatives Design >

Welche Spannvorrichtung eignet sich besser?

Teilnehmer Erwachsene: zwei Männer, Alter 49, 44 / zwei Frauen, Alter 48, 69

Ausgangslage:
– zwei Rahmen 3D-Druck identisch,
– jeweils neue Papiertaschentücher,
– 1. Version mit Federstahlspannring
– 2. Version mit Gummielastring
– Kurze Erläuterung anhand eines Demomusters

 Beobachtung:
– Die beiden Frauen waren schneller und feinmotorisch geschickter als die Männer.
– Männer langsamer, mit motorischen Schwierigkeiten.

Bemerkungen:
– Tipps zur Handhabung erhalten.
– Alle Probanden stellten sich der Herausforderung und bemühten sich das Material perfekt einzuspannen.

Aspekte für die Weiterentwicklung:
– 
Material konnte nicht fixiert werden und rutschte weg.
– 
Montage auf dem Tisch oder in der Luft.
– Beim Stahlfederring ist die Verletzungsgefahr gross.
– Beide Hände sind in Aktion. (Berücksichtigung Recht- und Linkshändigkeit)
– Handwerkliches Geschick erforderlich.

Fazit:
Gummielastring war einfacher, aber noch nicht optimal. Eine neue einfachere Lösung muss gefunden werden.

Im Anschluss an das Testing schloss ich das Material Metall aus und versuchte es mit einem zusätzlichen 3D gedruckten Rahmen. Das PLA hat eine federnde Eigenschaft, die sich sehr gut einsetzen lässt. Der Anschluss für das Steckmodul wird durch ein Karbonstäbchen am äusseren Ring befestigt. Der innere Ring wird vom äusseren Ring festgeklemmt. Beim zweiten Testing war der Erfolg sichtbar.

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Video > Wechselrahmentest

Parallel zum Wechselrahmen entwickelte ich das Steckmodul. Entscheidungen von der Anzahl Steckanschlüsse sowie die Funktion der Befestigung mussten getroffen werden. Der Metallring des Wechselrahmens bot das Befestigen mittels Magneten an. Das Gewicht des Moduls konnte durch den Einsatz von Gummiringen jedoch vermindert werden und funktionierte auch mit der Karbonstablösung des neuen Wechselrahmens. Die passende Grösse und das optimale Material für die Ringe musste gefunden werden. Die Wechselrahmen sollten fest verklemmt werden und ein stufenloses Rotieren ermöglichen. Die Möglichkeit der freien Rotation der Wechselrahmen schloss ich aus. Ich entschied mich für zwölf Steckanschlüsse und zwölf Wechselrahmen von 10 cm Druchmesser.

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modell_dreher

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Video > Montagetest

Während der Arbeiten entschied ich mich für die Montage am Fenster und nicht wie vorgesehen mittels eines Stabs mit Verankerung. Die Montage am Fenster kann anhand von Saugnäpfen erfolgen. Die Objekte können am Fenster inszeniert und besser beobachtet werden. Konstruktionen sind nun auch frei rotierend möglich. Ich untersuchte diverse Saufnäpfe und Montagemöglichkeiten für die drehbaren Steckmodule und dessen Wechselrahmen. Da sich die Saugnäpfe durch das Gewicht stark nach unten bogen, gestaltete ich eine passende Halterung. Zudem eignete sich ein Karbonstab für die Befestigung der Module am Besten. Die Module werden durch Silikonteile fixiert.

modell2skizze_saugnapf_montagemodell_saugnapf

 

Während der Gestaltung der Module, habe ich mich zusätzlich mit Materialien, die sich für die Bespannung und für den Einsatz naturwissenschaftlicher Beobachtungen eignen, analysiert. Dünne und elastische Materialien eigneten sich am Besten. Ich fand viele passende Materialien aus der näheren Umgebung. Materialien wie Taschentücher, Haushaltpapier, Haushaltfolien können schnell beschafft werden. Für Beobachtungen naturwissenschaftlicher Aspekte wie Wind, Feuchtigkeit und Licht sind diese sehr gut einsetzbar.

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Materialien zum Thema Feuchtigkeit

materialtest_licht

Materialien zum Thema Licht

Materialien zum Thema Wind

Materialtest

Materialtest

Video > Materialtest

 

Die Rahmen werden mit dem Material bespannt und zugeschnitten. Die Schere kann am Spannrahmen entlang während des Schneidens geführt werden. Der Versuch eine Schneidekante am Spannrahmen zu integrieren scheiterte.

material_zuschneiden

Nachdem alle Module zusammenpassten, montierte ich diese am Fenster und setzte diese der Witterung aus. Die Module hielten den Winterstürmen stand. Ich testete zudem die Module unter Einwirkung eines Haarföhns. So konnten unterschiedliche Windstärken getestet werden.

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Video > Test Wind und Wetter

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Weiteres Vorgehen

1.
Für ein Spieleset sind sechs Steckmodule mit zwölf Wechselrahmen vorgesehen.
Dieses Spieleset wird nun in einem weiteren Schritt nach diversen Szenarios getestet. Dabei werden die gestalterisch und spielerischen Inszenierungen und mögliche Lerninhalte ermittelt.

Bei meiner weiteren Recherche habe ich an einem Lego-Robotik Workshop teilgenommen. Dieser fand in den Räumlichkeiten des Schulverlags Plus statt. Während des Workshops, stiess ich auf das Buch mit dem Titel „Systemdenken fördern“, welches mir weitere Inputs geben kann.

> schulverlag.ch

Literatur:
Bollmann-Zuberbühler, Brigitte. (2010). Systemdenken fördern : Systemtraining und Unterrichtsreihen zum vernetzten Denken : 1.-9. Schuljahr. Bern: Schulverlag plus.

2.
– Das Konstruktionsspiel wird mit Probanden (diverse Altersstufen) getestet.

3.
– Beurteilungen durch die PH und dem Technorama

4.
– Verpackung des Konstruktionsspiels

5.
– Produktpräsentation und Kommunikation via Internet

 

Das Konstruktionsspiel nenne ich„FLAIR“.

Flair bedeutet gemäss Duden:
– einen Menschen oder eine Sache umgebende, als positiv, angenehm empfundene persönliche Note;
– Atmosphäre; Fluidum
– (besonders schweizerisch, sonst selten) feiner Instinkt, Gespür

Wie muss ein Experimentierbaukasten gestaltet sein, welcher auf spielerische Weise Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Beobachtungen erleben lässt und zu Wissenserkenntnisse führt?

 

Ausgangslage

Bei meiner weiteren Arbeit, habe ich zum Einen die Module für den Experimentierkasten entwickelt und zum Anderen, weitere Recherchen betrieben welche zur Relevanz des Experimentierkasten dienen.
In Anlehnung des morphologischen Kastens von Fritz Zwicky, erstellte ich eine Matrix, welche Aspekte für für die Gestaltung des Experimentiersets aufzeigt.
Die zweite Matrix thematisiert die Organisation von der Vermittlung bis zur Vermarktung.
Diese heuristische Methode ist ein Versuch, alle Gestaltungs- und Bezugsbereiche zu erfassen und zu priorisieren.

 

Literatur:
Zwicky, Fritz. (1989). Entdecken, Erfinden, Forschen im morphologischen Weltbild (2. Aufl. 1989 (Reprint)] ed., Vol. Band 5, Schriftenreihe der Fritz-Zwicky-Stiftung). Glarus: Baeschlin.

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Recherche konstruktiver Lernspiele

Mein bis anhin entwickeltes Modell zur Inszenierung und Beobachtung naturwissenschaftlicher Phänomene ist modular und ermöglicht unterschiedliche Konstruktionsmöglichkeiten. Die Materialwahl und die Montage führen zu diversen Szenarien.
Da ich dadurch einen spielerisch-, gestalterischen- und handwerklichen Zugang zu naturwissenschaftlichen Wissenserkenntnissen ermögliche, habe ich über weitere Spiele und Lernspiele recherchiert.

Der Besuch im „Schweizer Kindermuseum“ in Baden gab mir einen umfassenden Einblick der unterschiedlichsten Spielzeuge der Vergangenheit bis in die Zukunft. Die in der Ausstellung vorgestellten Didaktiker Pestalozzi, Fröbel und Montessori, zeigten auf wie sie Spiele als Lernmethoden einsetzten.

> Schweizer Kindermuseum

> Lehrmittel Heutink

 

Literatur:
Kaysel, Roger, Pestalozzi, Johann Heinrich, & Schweizer Kindermuseum. (1996). Pestalozzi, Fröbel, Montessori : Spielen, Gestalten, Lernen : Ein Beitrag zur Entwicklungs- und Wirkungsgeschichte des Lern- und Beschäftigungsspiels in Elternhaus, Kindergarten und Schule : Zum 250. Geburtstag von Johann Heinrich Pestalozzi. Baden: Schweizer Kindermuseum.

fröbelspiele

spielzeugmuseum
Bei meinen Recherchen habe ich den Begriff „konstruktives Spiel“ entdeckt. Die Spielobjekte werden einzeln zu einem Ganzen gelegt, bebaut oder montiert. Die Systeme auf welchen die Spiele gestaltet wurden, haben unterschiedliche Aspekte, welche ich hiermit exemplarisch erläutere.

Das Legespiel „Trigon“ wurde von Wilhelm Kienzle gestaltet, wobei er sich mit den Eigenschaften des Goldenen Schnitts und somit dem Wachstumsprinzip auseinander gesetzt hat. „Trigon“ ist ein Spiel welches den Aspekt der Geometrie thematisiert. Anhand von neun rechtwinkligen Dreiecken, welche sich in der Dimension stets ergänzen, indem sich die Kantenlängen jeweils entsprechen, können zu diversen persönlichen oder vorgegebenen Mustern gestaltet werden. Dieses Legespiel besteht aus einem offenen System. da der Spieler unendlich viele Variationen legen kann. Bei „Trigon“ steht die Gestaltung und die Haptik im Zentrum und kann zu mathematischen Wissenserkenntnissen anregen.

Legespiel "Trigon", Wilhelm Kienzle

Legespiel „Trigon“, Wilhelm Kienzle

Literatur:
> Lichtenstein, Claude, Kienzle, Wilhelm, & Museum für Gestaltung. (1991). Wilhelm Kienzle(Vol. 6, Reihe Schweizer Design-Pioniere). Zürich: Schule und Museum für Gestaltung.
> Büren, Charles von, Clahsen, Peer, & Naef, Kurt. (2006). Kurt Naef : Der Spielzeugmacher = the toymaker. Basel: Birkhäuser.

Das Würfelmosaik oder auch „Zauberkästli“ genannt, spielte ich oft im Kindergarten. Dieses Spiel beinhaltet farbig bemalte Würfel, welche anhand von vorgegebenen Mustervorlagen oder nach persönlichen Vorlieben im Kasten angeordnet werden. Ist die Arbeit vollbracht, schliesst man den Kasten, dreht ihn um und öffnet den Verschluss mittels des Schiebebretts. Danach hebt man den Kasten an und entdeckt das zusätzliche Muster, welches sich auf der Rückseite ergeben hat. Dieses Überraschungsmoment motiviert zum erneuten Spielaufbau. Die Würfel liegen offen auf dem Tisch und der Holzkasten ist für ein weiteres Spiel geleert.
Die Würfel werden nicht als Bau- sondern als Legeelemente eingesetzt. Der Spieler hält die Würfel bewusst in den Händen und nimmt die Farben und Flächen des Würfels wahr. Es ist ein Spiel, welches durch Farben und Flächen systematisiert wird.
Dieses Spiel fördert die Konzentration, das Vorstellungsvermögen und das logische Denken.

 

"Zauberkästli"

„Zauberkästli“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das LÜK-Lernspiel besteht aus einem System mit Aufgabenbüchern zu diversen Themen und einem „Kontrollkasten“. Das Lernspiel richtet sich vorwiegend an die Altersstufen von Zwei- bis Dreizehnjährige.
Der universelle „Kontrollkasten“ beinhaltet Kunststoffplättchen, welche mit Zahlen auf der Vorderseite und Farbmuster auf der Rückseite bedruckt sind. Die Resultate der Aufgabenstellungen werden durch die passende Zahl innerhalb des Kastens zugewiesen. Sind alle Plättchen im Kasten zugeordnet erfolgt die Kontrolle durch verschliessen und umdrehen des Kastens. Weisen die Plättchen das passende Kontrollmuster auf, sind alle Aufgaben richtig gelöst.
Dieses Lernsystem wird in der Schule als Übungs- oder Freiarbeit angeboten, da der Schüler die Kontrolle selbst durchführen kann.
Dieses Spiel beinhaltet gestalterische Elemente. Diese werden jedoch nur für die Kontrolle eingesetzt. Das Spiel ist fest strukturiert und bietet keine persönlichen Freiheiten. Es basiert auf „richtig und falsch“ und fördert das „Auswendiglernen“ ohne ganzheitliche Wissenserweiterung. Dieses Spiel richtet sich an die kognitiven Lerntypen.

luek.de

lukspiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Mikado-Spiel verfügt über angespitzte je nach Punktevergabe durch die Anzahl der Ringe und Farbe bemalte Holzstäbe. Durch das Zufallsprinzip wird das Spiel begonnen, indem man die Stäbe fächerartig auf eine glatte Unterlage fallen lässt. Die Aufgabe besteht nun darin, möglichst viele Stäbe an sich zu nehmen. Bewegt sich jedoch während des Spiels ein zweites Stäbchen, kommt der nächste Spieler zum Zug. Die farbigen Stäbe weisen unterschiedliche Punkte auf. Am Ende werden die Punkte addiert und der Spieler, der am meisten Punkte hat, hat gewonnen.
Das Spiel fördert die Geschicklichkeit und wird durch mehrere Spieler gespielt. Beim „Mikado“ wird der soziale Aspekt berücksichtigt. Das Üben der Addition wird ganzheitlich gefördert.

mikado

 

 

 

 

 

 

 

 

Das KAPLA-Spiel besteht aus rechtwinkligen Holzplättchen, welche Masse exakt einem Raster von 15 x 3 x 1 entsprechen. Somit können die Plättchen schlüssig an alle Kanten angelegt werden. Dadurch ist ein offenes Bausystem möglich. Die KAPLA-Spiele werden in diversen Anzahl  und Farben der Holplättchen in Holzschachteln angeboten. Das Spiel wird ergänzt mit Vorlagen, welche nachgebaut oder als Inspiration eingesetzt werden können.
KAPLA fördert das Wissen der geometrischen Bezüge und der Statik. Das offene System regt die Fantasie an und fördert das kreative Denken. Es können komplexe Bauten entstehen, welche alleine oder durch mehrere Spieler verwirklicht werden.

kapla.com

Kapla

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„cuboro“ ist ein modulares Kugelbahnspiel. Bei „cuboro“ werden gefräste und gebohrte Holzwürfel aufeinander gebaut, so dass sich die Glaskugel bewegen kann. Bei diesem Spiel kommt die vierte Dimension, die der Bewegung und der Dynamik ins Spiel. Der Spieler oder die Spieler können Erfahrungen in den Bereichen Geometrie, Physik und räumliches Verständnis machen. Es können komplexe Bauten entstehen, dabei werden Kreativität, Konzentrationsfähigkeit und Sorgfalt gefördert.
„cuboro“ Baukästen werden ab dem 2. Altersjahr angeboten. Das Kugelbahnsystem wird je nach Bausatz komplexer und entspricht einer Mindestaltersvorgabe + 6.
Das Spielsystem bietet diverse Zusatzunterlagen an. Dies sind Spielanleitungen, Aufgaben für die Einzelarbeit oder im Team, Formulare für den Unterricht, Wettbewerbsunterlagen und zusätzlich das webkit, welches das virtuelle Lösen der Aufgaben anbietet. Das „cuboro“ webkit ermöglicht einen internationalen Austausch.
„cuboro“ ermöglicht ein ganzheitliches Lernen und bezieht den virtuellen Raum mit ein. naturwissenschaftliche Themen der Physik können vermittelt werden.

cuboro.ch

cuboro-webkit.ch

cuboroa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fischertechnik Bausätze bestehen aus einem konstruktiven System. Die Bauelemente werden zu Objekten montiert. Für den Erkenntnisgewinn sind technische und physikalische Themen im Angebot. Auch werden die Systeme durch die Fischertechnik elearning-Plattform unterstützt. Da die Bauobjekte nachgebaut werden, wird die Kreativität des Spielers nicht gefördert.

fischertechnik.de

fischertechnik-elearning.de

fischertechnik

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch LEGO verfügt über modulare Spielsysteme und bietet ein grosses Angebot an Themen an. Für den Unterricht bietet LEGO zusätzliche Bausätze, welche auch naturwissenschaftliche Themen aufgreift, an.
Durch das Nachbauen eines Objekts wird die Kreativität nicht gefördert.

educatec.ch

legoedu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Bausatz einer Uhr bietet der Verlag „novascola“ an. Dieser Bausatz ermöglicht Erkenntnisse zum Bau und der Funktion einer Uhr. Auch hier werden technische und handwerkliche Fertigkeiten gefördert.

novascola.ch

Spieluhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sinnlich geht’s beim Waldschattenspiel. Dort kommt das Thema Licht und Schatten real zum Zug. Eine Kerze wird dazu benötigt und das Spielbrett wird anhand von zusammensteckbaren Tannen aufgebaut.
Dieses Spiel könnte pädagogisch aufbereitet werden. Wobei es naturwissenschaftliche Themen, wie zum Beispiel die Winkel des Schattenwurfs aufgreift.

waldschattenspiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Konstruktionsspiele können für den Erkenntnisgewinn eingesetzt werden. Modulare Elemente fördern zudem die Kreativität und das handwerkliche Geschick. Das Angebot über das Web ist bereichernd, ersetzt jedoch das physische Spiel nicht. Ein nachhaltiger Lernzuwachs kann nur ganzheitlich, über alle Sinne gewonnen werden und spricht alle Lerntypen an.

Die Recherche machte mir bewusst, dass ich ein konstruktives Lernspiel entwickeln möchte. Das zu gestaltende Spiel beinhaltet den Aspekt des Experimentierens und ist ein offenes System welches die Kreativität des Spielers oder des Teams fördert. Auch werde ich die Möglichkeiten der Internets einbeziehen.

Wie muss ein Konstruktionsspiel gestaltet sein, welches Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Phänomene erleben lässt und zu Wissenserkenntnissen führt?

Aspekte des modularen Systems:
– erlaubt persönliche Inszenierungen, welche Naturphänomene sichtbar macht.
– ermöglicht Erkenntnisgewinn zu naturwissenschaftlichen Themen
– dient als Dekorationselement oder Sichtschutz am Fenster
– dient der Beobachtung und Unterhaltung
– die vierte Dimension wird miteinbezogen
– Farb-, Form- und Materialkombinationen fördert Kreativität und motiviert zu Experimenten