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Archiv für den Monat Dezember 2016

Testing_flairplay im Homebereich

Von Mitte November bis Januar lasse ich das Flairplay für den Homebereich testen.

Die Probanden sind Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren und weiteren Personen bis 60+.

Vorgehen:

Das Spiel wird zwei bis drei Wochen an einem Ort getestet.
Die Probanden sollen genügend Zeit haben, es in ihrem Wohnraum zu integrieren und
mit ihm zu interagieren.
Sie erhalten einen Fragebogen und den Hinweis, Fotos / Videos zu machen und zu senden.
Am Schluss werde ich das Produkt wieder abholen und ein kurzes Gespräch führen.

Folgender Fragebogen wurde dem Flairplayspiel ausgehändigt > fragen_testing_flairplay

Die erste Probandengruppe ist wie folgt ausgewählt:
– Eine Testperson ist über 70ig Jahre alt und arbeitete früher als Dekorateur eines Warenhauses.
– Fünf Jugendliche haben am ersten Testing teilgenommen und eine schulische Einführung erhalten.
(Sie haben auf ihrem Fragebogen bestätigt, dass sie es gerne zu Hause beobachten möchten.)
– Drei Schülerinnen haben das Flairplay und eine kurze Erläuterung zur Website erhalten.
(Auch diese Schülerinnen haben Interesse bekundet.)

Ziele:

– Das Ziel ist es herauszufinden, ob das Interesse am Flairplay im Homebereich vorhanden ist.
– Ob das Flairplay als Dekoration und als Erkenntnisgewinnung genutzt wird.
– Ob es zu kreativem Handeln anregt.
– Ob das Handling (Produkt und Website, Foto- und Videoübertragung) gut funktioniert.
– Ob es für die Sensibilisierung der Naturbeobachtung dient.
– Ob der „Handyblick“ erweitert werden kann.

 

Bericht: Erste Testperson

Folgende Fragestellungen waren bei diesem Testing zu prüfen:
– Wie ist das Handling für eine pensionierte Person?
– Wie beurteilt ein pensionierter Dekorateur-Experte, 72 Jahre, das Flairplay-Produkt?

Bei der telefonischen Terminabsprache erfuhr ich, dass die Person kein Handy und kein Webzugang hat. Ich kopierte für die Besprechung sämtliche Webinhalte. Am 14. November fand das erste Treffen statt. Bei diesem treffen erläuterte ich das Produkt und händigte ihm zusätzlich sämtliche Unterlagen aus. (Gesprächsdauer ca. 1Std.)
Am 5. Dezember trafen wir uns wieder und ich erfuhr wie es ihm mit dem Produkt erging. (Gesprächsdauer ca. 1Std.)
Eigentlich hatten wir abgemacht, dass er von jeder Fensterszene ein Foto macht und ausgedruckt mitbringt. Doch seine Flairplay-Untersuchungen nahmen einen anderen Verlauf.

Er hat das Flairplay nicht mit den Saugnäpfen am Fenster befestigt.
(Seine Wohnräume verfügen über keine Sonneneinstrahlung.)
Er stellt sich vor, dass man das Flairplay in der Natur zu den Themen Wasser, Sonne, Wind aufstellen sollte. Denn das Flairplay ist ein Spielrad, welches diese Möglichkeiten bietet. (Er liebte es früher am Bach seine Wasserräder zu installieren.)

Er wollte das Flairplay flexibel im Raum aufstellen und so seine Untersuchungen machen. Er nahm Modellstäbe, welche er aus früherer Zeit, als er noch als Dekorateur arbeitete, hatte und steckte diese modular zu einem Gestell zusammen.
In dieses Gestell setzte er drei Flairs mit unterschiedlichen Szenen. Die erste Szene hat er für eine Bilderanimation verwendet. Die zweite hat er mit Farbfolien gestaltet und die dritte mit farbigen Sternen. Für eine Lichtprojektion im Raum.

Er hat noch ein zweites Modell erstellt um die Möglichkeiten von optischen 3D-Animationen zu zeigen,
Welche er früher in den Schaufenstern in Gross aufgebaut hatte. Mittels zwei Räder hintereinander gesteckt, hat er neue Naben erstellt und Farbstreifen montiert. Bei in gegengesetzer Drehrichtung der beiden Räder entsteht eine dreidimensionale Rotation. Eine weitere Variation wäre anhand einer Spirale und einer Rasterscheibe.

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Er hat Versuche mit einem Föhn gemacht. Dabei stellte er fest, dass die Flairs dem starken Wind nicht standhielten. Er schlägt vor die Flairausrichtung mittels Stift zu fixieren.

Des Weiteren würde er es auch sehr spannend finden, wenn die Geschwindigkeit anhand von elektronischen Zusätzen (Einbau eines Motörchens) gemessen werden könnte.

Im Allgemeinen funktioniert es seiner Meinung nach tadellos.
Er bemerkte, dass das Flairplay aber auch noch robuster sein könnte.

 

Beurteilung:

Die Person hat das Flairplay in einer anderen Thematik beurteilt. Es ging ihm um das Rad als Werkzeug um es in Drehung zu versetzen.

Das Flairplay wurde nicht als Fensterdekoration eingesetzt, er hat jedoch schöne optische Ideen eingebracht.

Das Tun stand im Zentrum und weniger die Musse.

Das Aufstellen der Flairs im Raum ist sinnvoll für Versuche (auch während des Schulbetriebs).

Diese „Bauten“ sind am Ende jedoch wieder zurück zubauen und enden früher oder später auf dem Dachboden. (Staubfänger)

 

Fazit:

Der Vorteil der Montage am Fenster ist, dass es keine zusätzlichen Stäbe ect. braucht.
Es braucht nicht zwingend zusätzliche Geräte wie Föhn oder Lampe.
Der Wind und / oder die Sonne ist da oder nicht da.

Das Flairplay sollte inszeniert und in Ruhe betrachtet werden.
Die Inszenierung erfolgt im Idealfall einer naturwissenschaftlichen Beobachtung / Fragestellung / Untersuchung. (Man schaut aus dem Fenster und beurteilt die Situation; Regen? Nebel? Sonne? Wind? Sturm? Temperatur? Man beurteilt die Gestaltung; neutral, farbig, Komposition der Module)
Dies sensibilisiert die Wahrnehmung auf die Umwelt und regt die Kreativität und die Sinne an.

Das Flairplay fördert die Musse. Das Ziel ist „Entschläunigung“.

Das Flairplay hat eine Funktion, die der Fenstergestaltung (Sichtschutz, Dekoration, Schattenspender, Vogelschutz).

Für den Einsatz von (Schul)Versuchen ist es nicht geeignet. Es gibt bessere Tools.

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Testing_flairplay im Fach Wissenschaft und Technik und im Fach Naturlehre

Am 29. November konnte ich das Flairplay-Spiel an zwei Klassen testen.

Folgende Fragestellungen waren bei diesem Testing zu prüfen:
– Kann das Flairplay-Spiel im Fach Wissenschaft und Technik und im Fach Naturlehre nachhaltig eingesetzt werden?
– Kann Wissen ganzheitlich generiert werden und über den Unterricht hinaus weiterentwickelt werden, indem die Schülerinnen und Schüler das Spiel nach Hause nehmen?

Eine Woche zuvor, hatte ich mit der Fachlehrperson NMG eine Vorbesprechung. Die Fachlehrperson sah diverse Möglichkeiten das Flairplay an ihrem Unterricht einzubetten.
Wir besprachen die Infrastruktur im Klassenzimmer. Das Zimmer verfügt nebst den Fenstern über Schränke mit Glasflächen. Zudem hat es vier Windblasmaschinen.

Folgendes pdf Dokument zeigt die Vorbereitung … vorbereitung_nmg_t

 

Versuch an der Klasse Sek1, P2c

Im Unterrichtsfach Wissenschaft und Technik an der Klasse Sek1, P2c erfuhr ich, dass die 12 Schülerinnen und Schüler das Thema Flug und Fliegen kennen gelernt hatten und vor dem Abschluss des Themas standen. Experimentierboxen „Flug + Fliegen“ und das passende Lehrmittel welches Texte und 90 Versuche beinhaltet, wurde nach Aufgabenauswahl der Lehrperson von den Schülerinnen und Schülern mehrere Wochen lang erarbeitet. Dieser Klasse steht nun eine Lernkontrolle bevor.

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Bei dieser Voraussetzung, konnte ich testen, ob das Flairplay zur Festigung des Lernstoffs beigezogen werden kann und / oder ob es als Auflockerung zum Thema einsetzbar ist.

Beobachtungen

Während der beiden Lektionen war ich stark in der Klasse engagiert. Den Unterricht konnte ich jedoch per Video aufzeichnen.
Die SuS waren motiviert Versuche zu machen. Einige SuS liessen sich leicht ablenken. Die SuS waren manchmal etwas ratlos und suchten nach neuen Versuchsmöglichkeiten. In diesen Momenten wäre die Führung der Fachlehrperson sehr hilfreich gewesen. Indem sie zusammen mit der Gruppe Fragestellungen formuliert und diese schriftlich festhalten hätte.
Die Flairs mussten einiges aushalten und bestanden den Funktionstest problemlos. Die Bespannung der Rahmen gelang, jedoch wurde das Material nicht bei allen sorgfältig zugeschnitten.
Die SuS zeigten mir auch neue Möglichkeiten. So kann man die Rotationsrichtung mit einem Windkanal thematisieren. Ein weiteres Thema ist der Aufwind, welcher ein Flair abheben lässt.
Anhand der Windmaschine konnte man die Windgeschwindigkeit und die Windrichtung sehr schön simulieren.

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Versuch an der Klasse Sek1, B3a

In diesen beiden Unterrichtstunden waren vier Lernende anwesend. Auch diese Klasse hat sich mit dem Thema Wind auseinander gesetzt. Wobei die Fachlehrperson weniger Theorie macht, sondern vermehrt auch handwerkliche Aspekte einsetzt, indem sie beispielsweise Faltflieger herstellen lässt.
Auch bei dieser Klasse habe ich das Thema Wind bearbeitet. Diesmal nicht zur Festigung, sondern zur Erkenntnisgewinnung. Die Einführung habe ich dieses Mal über die Website des Flairplays gemacht und ihnen über die „heureka“-Site den Zugang zum Flair verschafft. Die SuS haben anschliessend die Flairs für den Einsatz vorbereitet und meine Forschungsfrage auf der „explorieren“-Site untersucht. Danach sind wir zum nächsten Windinput der Heurekarubrik gelangt und haben auch diesen wiederum ausprobiert.

Beobachtungen

Auch bei diesen beiden Lektionen war ich stark in der Klasse engagiert. Den Unterricht konnte ich jedoch auch per Video aufzeichnen.
Der Unterricht verlief konzentrierter. Da wir als erstes die Heureka-Site und den Input zum Thema Windstärke gemeinsam lasen, konnte ich die SuS einstimmen und einen fliessenden Übergang zum Tool machen. Das gemeinsame Lesen des Heureka-Inputs, zeigte mir, dass ich die Webtexte in einer gut verständlichen Sprache geschrieben habe. Die SuS konnten fliessend lesen.
Die SuS bearbeiteten die Aufgaben ruhiger. Sie nahmen sich mehr Zeit für die Beobachtungen und probierten die Flairrotationen aus. Auch bei dieser Klasse müssten die Beobachtungen mündlich und schriftlich in Zusammenarbeit mit der Fachlehrperson festgehalten werden.

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Befragung der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler füllten am Ende des Unterrichts einen Fragebogen aus.
Dieses pdf.Dokument zeigt die Auswertung. > 1flplmatrix_beobachtungnmgp2c

Interview

Beim Auswertungsgespräch äusserte sich die Fachlehrperson wie folgt:
– „Das Produkt „Flairplay“ ist im Vergleich zu den herkömmlichen Lernkoffern neu und macht einen interessanten Eindruck.“
– „Für den Unterricht würde ich es als Auflockerung einsetzen.“
– „Für den Unterricht wünschte ich mir, konkrete Aufgabenstellungen mit Lösungen.“

Fazit

Das Flairplay kann im Unterricht eingesetzt werden. Während des Unterrichts sollte jedoch nicht das handwerkliche Geschick im Fokus sein sondern das Erarbeiten von naturwissenschaftlichem Wissen.
Bei diesem Einsatz des Flairplays müssen die Themen der Infrastruktur angepasst werden.
In der beschränkten Unterrichtszeit müssen sofortige Resultate sichtbar werden. Es sind zusätzliche technische Geräte wie Windmaschinen, Taschenlampen für den Einsatz notwendig.

Die SuS brauchen einen konkreten Themenauftrag mit folgenden Bearbeitungsschritten:
1. Erläuterung des Themas durch die Fachlehrperson.
2. Eine Fragestellung durch die SuS formuliert.
3. Das Explorieren mit schriftlichen Beobachtungen.
4. Das Recherchieren zur Beantwortung der Frage.
5. Formulierung der Erkenntnisgewinnung.
6. Neue Fragestellung…

Der Lehrplan21 sieht einen kompetenzfördernden Unterricht vor. Die Fachlehrperson hat noch keine methodische Erfahrung und mir fehlte das fachliche Wissen. Das Flairplay muss somit von einem Experten in Fachdidaktik der naturwissenschaftlichen Inhalten zusätzlich beurteilt werden.

Meines Erachtens sollte das Flairplay nicht nur als Auflockerung im Unterricht eingesetzt werden. Innerhalb der schulischen Struktur fehlt die Musse.
Damit das Flairplay nachhaltig (die Umwelt beobachtend und Erkenntnisbringend) eingesetzt werden kann, braucht es jedoch auch die Freizeit, wo Langzeitbeobachtungen gemacht werden können.

Weiteres Vorgehen

Beim Hometesting werde ich das Flairplay den Schülerinnen und Schülern geben, welche eine Einführung in der Schule hatten und solchen, denen ich das Flairplay nur kurz vorstelle.
Bei der Wahl der Probanden berücksichtige ich Personen, welche sich für das Flairplay interessieren.

– Probanden haben das Flairplay im NMG-Unterricht kennen gelernt.
– Probanden haben das Flairplay technisch, im Informatikunterricht kennen gelernt.
– Probanden haben das Flairplay mit wenigen Worten ausgehändigt erhalten.

Folgende Fragestellungen sind zu prüfen:

– Beobachten und erzeugen die Jugendlichen Phänomene und lernen sie die nat. wiss. Themen anhand der Website kennen?
– Findet ein virtueller Austausch statt?
– Brauchen die Jugendlichen das Flairplay ausschliesslich als Dekoration?

– Lernen die Jugendlichen etwas zu naturwissenschaftlichen Themen in der Freizeit?
– Wie sinnvoll ist eine Initiierung durch die Schule?