Testing01_flairplay

Testing_flairplay im Fach Wissenschaft und Technik und im Fach Naturlehre

Am 29. November konnte ich das Flairplay-Spiel an zwei Klassen testen.

Folgende Fragestellungen waren bei diesem Testing zu prüfen:
– Kann das Flairplay-Spiel im Fach Wissenschaft und Technik und im Fach Naturlehre nachhaltig eingesetzt werden?
– Kann Wissen ganzheitlich generiert werden und über den Unterricht hinaus weiterentwickelt werden, indem die Schülerinnen und Schüler das Spiel nach Hause nehmen?

Eine Woche zuvor, hatte ich mit der Fachlehrperson NMG eine Vorbesprechung. Die Fachlehrperson sah diverse Möglichkeiten das Flairplay an ihrem Unterricht einzubetten.
Wir besprachen die Infrastruktur im Klassenzimmer. Das Zimmer verfügt nebst den Fenstern über Schränke mit Glasflächen. Zudem hat es vier Windblasmaschinen.

Folgendes pdf Dokument zeigt die Vorbereitung … vorbereitung_nmg_t

 

Versuch an der Klasse Sek1, P2c

Im Unterrichtsfach Wissenschaft und Technik an der Klasse Sek1, P2c erfuhr ich, dass die 12 Schülerinnen und Schüler das Thema Flug und Fliegen kennen gelernt hatten und vor dem Abschluss des Themas standen. Experimentierboxen „Flug + Fliegen“ und das passende Lehrmittel welches Texte und 90 Versuche beinhaltet, wurde nach Aufgabenauswahl der Lehrperson von den Schülerinnen und Schülern mehrere Wochen lang erarbeitet. Dieser Klasse steht nun eine Lernkontrolle bevor.

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Bei dieser Voraussetzung, konnte ich testen, ob das Flairplay zur Festigung des Lernstoffs beigezogen werden kann und / oder ob es als Auflockerung zum Thema einsetzbar ist.

Beobachtungen

Während der beiden Lektionen war ich stark in der Klasse engagiert. Den Unterricht konnte ich jedoch per Video aufzeichnen.
Die SuS waren motiviert Versuche zu machen. Einige SuS liessen sich leicht ablenken. Die SuS waren manchmal etwas ratlos und suchten nach neuen Versuchsmöglichkeiten. In diesen Momenten wäre die Führung der Fachlehrperson sehr hilfreich gewesen. Indem sie zusammen mit der Gruppe Fragestellungen formuliert und diese schriftlich festhalten hätte.
Die Flairs mussten einiges aushalten und bestanden den Funktionstest problemlos. Die Bespannung der Rahmen gelang, jedoch wurde das Material nicht bei allen sorgfältig zugeschnitten.
Die SuS zeigten mir auch neue Möglichkeiten. So kann man die Rotationsrichtung mit einem Windkanal thematisieren. Ein weiteres Thema ist der Aufwind, welcher ein Flair abheben lässt.
Anhand der Windmaschine konnte man die Windgeschwindigkeit und die Windrichtung sehr schön simulieren.

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Versuch an der Klasse Sek1, B3a

In diesen beiden Unterrichtstunden waren vier Lernende anwesend. Auch diese Klasse hat sich mit dem Thema Wind auseinander gesetzt. Wobei die Fachlehrperson weniger Theorie macht, sondern vermehrt auch handwerkliche Aspekte einsetzt, indem sie beispielsweise Faltflieger herstellen lässt.
Auch bei dieser Klasse habe ich das Thema Wind bearbeitet. Diesmal nicht zur Festigung, sondern zur Erkenntnisgewinnung. Die Einführung habe ich dieses Mal über die Website des Flairplays gemacht und ihnen über die „heureka“-Site den Zugang zum Flair verschafft. Die SuS haben anschliessend die Flairs für den Einsatz vorbereitet und meine Forschungsfrage auf der „explorieren“-Site untersucht. Danach sind wir zum nächsten Windinput der Heurekarubrik gelangt und haben auch diesen wiederum ausprobiert.

Beobachtungen

Auch bei diesen beiden Lektionen war ich stark in der Klasse engagiert. Den Unterricht konnte ich jedoch auch per Video aufzeichnen.
Der Unterricht verlief konzentrierter. Da wir als erstes die Heureka-Site und den Input zum Thema Windstärke gemeinsam lasen, konnte ich die SuS einstimmen und einen fliessenden Übergang zum Tool machen. Das gemeinsame Lesen des Heureka-Inputs, zeigte mir, dass ich die Webtexte in einer gut verständlichen Sprache geschrieben habe. Die SuS konnten fliessend lesen.
Die SuS bearbeiteten die Aufgaben ruhiger. Sie nahmen sich mehr Zeit für die Beobachtungen und probierten die Flairrotationen aus. Auch bei dieser Klasse müssten die Beobachtungen mündlich und schriftlich in Zusammenarbeit mit der Fachlehrperson festgehalten werden.

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Befragung der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler füllten am Ende des Unterrichts einen Fragebogen aus.
Dieses pdf.Dokument zeigt die Auswertung. > 1flplmatrix_beobachtungnmgp2c

Interview

Beim Auswertungsgespräch äusserte sich die Fachlehrperson wie folgt:
– „Das Produkt „Flairplay“ ist im Vergleich zu den herkömmlichen Lernkoffern neu und macht einen interessanten Eindruck.“
– „Für den Unterricht würde ich es als Auflockerung einsetzen.“
– „Für den Unterricht wünschte ich mir, konkrete Aufgabenstellungen mit Lösungen.“

Fazit

Das Flairplay kann im Unterricht eingesetzt werden. Während des Unterrichts sollte jedoch nicht das handwerkliche Geschick im Fokus sein sondern das Erarbeiten von naturwissenschaftlichem Wissen.
Bei diesem Einsatz des Flairplays müssen die Themen der Infrastruktur angepasst werden.
In der beschränkten Unterrichtszeit müssen sofortige Resultate sichtbar werden. Es sind zusätzliche technische Geräte wie Windmaschinen, Taschenlampen für den Einsatz notwendig.

Die SuS brauchen einen konkreten Themenauftrag mit folgenden Bearbeitungsschritten:
1. Erläuterung des Themas durch die Fachlehrperson.
2. Eine Fragestellung durch die SuS formuliert.
3. Das Explorieren mit schriftlichen Beobachtungen.
4. Das Recherchieren zur Beantwortung der Frage.
5. Formulierung der Erkenntnisgewinnung.
6. Neue Fragestellung…

Der Lehrplan21 sieht einen kompetenzfördernden Unterricht vor. Die Fachlehrperson hat noch keine methodische Erfahrung und mir fehlte das fachliche Wissen. Das Flairplay muss somit von einem Experten in Fachdidaktik der naturwissenschaftlichen Inhalten zusätzlich beurteilt werden.

Meines Erachtens sollte das Flairplay nicht nur als Auflockerung im Unterricht eingesetzt werden. Innerhalb der schulischen Struktur fehlt die Musse.
Damit das Flairplay nachhaltig (die Umwelt beobachtend und Erkenntnisbringend) eingesetzt werden kann, braucht es jedoch auch die Freizeit, wo Langzeitbeobachtungen gemacht werden können.

Weiteres Vorgehen

Beim Hometesting werde ich das Flairplay den Schülerinnen und Schülern geben, welche eine Einführung in der Schule hatten und solchen, denen ich das Flairplay nur kurz vorstelle.
Bei der Wahl der Probanden berücksichtige ich Personen, welche sich für das Flairplay interessieren.

– Probanden haben das Flairplay im NMG-Unterricht kennen gelernt.
– Probanden haben das Flairplay technisch, im Informatikunterricht kennen gelernt.
– Probanden haben das Flairplay mit wenigen Worten ausgehändigt erhalten.

Folgende Fragestellungen sind zu prüfen:

– Beobachten und erzeugen die Jugendlichen Phänomene und lernen sie die nat. wiss. Themen anhand der Website kennen?
– Findet ein virtueller Austausch statt?
– Brauchen die Jugendlichen das Flairplay ausschliesslich als Dekoration?

– Lernen die Jugendlichen etwas zu naturwissenschaftlichen Themen in der Freizeit?
– Wie sinnvoll ist eine Initiierung durch die Schule?

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