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Archiv für den Monat Juli 2017

Präsentation FlairPlay an der Diplomausstellung der ZHdK

Im Rahmen der Diplomausstellung vom 8. bis 25. Juni präsentierte ich FlairPlay. Im Vorfeld machte ich mir einige Gedanken wie das Produkt und der Lernservice den Besuchern am Besten zu vermitteln sei.
An der Ausstellung wollte ich das Produkt und die Interaktion anhand der Wetterereignissen inszenieren. Die Besucher sollten Naturphänomene durch Wind, Licht und Luft anhand von FlairPlay beobachten können. Des Weiteren sollten sie zur Interaktion verführt werden. Damit die Neugierde gestillt werden konnte, sollten sie die Möglichkeit erhalten die Informations- und Wissensplattform mittels ihrer Smartphones oder der präsentierten Website am Computer zu erreichten. Mein Ziel war es, den smarten und iterativen Lernprozess, welcher FlairPlay ermöglicht, den Besuchern direkt über die Umweltwahrnehmung zugänglich zu machen. Dafür hätte ich jedoch eine Lounge-Situation mit Fenster gebraucht.

Dies war jedoch nicht möglich, da Meine Projektpräsentation an das Konzept der Fachrichtung Produkt-und Industrialdesign, wo Bachelor- und Masterprojekte integriert waren, angepasst werden musste. Das Ausstellungskonzept beruhte auf der Idee von „open books“. Die Präsentation fand in einem abgedunkelten Raum mit installierten Scheinwerfern statt. Da FlairPlay auch in einer solchen Umgebung erfahrbar wäre skizzierte ich diverse Szenarios. Mittels vorhandenem Scheinwerfer und eines Gebläses, hätte auch hier eine direkte Interaktion durch den Besucher stattfinden können. Im Gespräch mit den Ausstellungsverantwortlichen stellte sich heraus dass meine Idee die Besucher zu involvieren zu betreuungsintensiv war. So hätte es einige bauliche Aufwendungen gebraucht. Des Weiteren stellte sich die Frage, ob dadurch mein Projekt den anderen Projekten „die Schau“ gestohlen hätte.

Während des Gesprächs mit meinem Mentor stellte sich heraus dass die Vermittlung des Projekts anhand eines Trailers erzählt werden kann. So engagierte ich Jugendliche welche unter meiner Regie FlairPlay demonstrierten. Die Realisation des Videos fand innerhalb eines kurzen Zeitfensters statt. Bis zur Ausstellung musste ich zudem die Webplattform (Website / Instagram) optimieren und mit Lerninputs ergänzen. Für die öffentliche Präsentation vor Ort brauchte ich weitere Vorbereitungszeit. So präsentierte sich FlairPlay an der Ausstellung passiv, indem die Module und die Verpackung aufgelegt wurden. Ein Video am IMac zeigte FlairPlay als Produkt und Lernservice mittels der Zielgruppe.

> Trailer FlairPlay zur Ausstellung

> Slides der Präsentation an der Ausstellung

> Präsentation FlairPlay auf der Microsite / ZHdK Master of Arts in Design

Ich habe im Anschluss an die Präsentation und der Ausstellung das Diplom „Master of Arts ZFH, in Design mit Vertiefung in Produkt empfangen.

Folgende Qualifikationen werden mir zugesprochen:
– Gestaltung und Konzeption zukünftiger Mobilitätsszenarien, ihrer Artefakte und Services
– Design von Sportprodukten, -dienstleistungen und -infrastrukturen
– Einbezug designtypischer Aspekte wie Material, Konstruktion- Formgebung, Funktion, Produktion und Bedeutung
– Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in Form von Prototypen, Modellen, Konzepten und Szenarien
– Erarbeitung einer erkenntnis- oder methodenorientierten Masterthesis.

 

Rückblick:

Zu Beginn des Masterstudiums musste ich mich für eine Designrichtung entscheiden. Ich habe mich für die Vertiefung „Product“ und als zweite Vertiefungsoption „Interaction“ entschieden. Denn innerhalb dieser Richtungen wurde das Forschungsthema „science toys – science tools“ bearbeitet, an welchem ich mitwirken wollte. Meine Erfahrungen und Gespräche mit Dozenten haben gezeigt, dass sich mein Masterprojekt nicht ausschliesslich der Gestaltung und der Forschungsmethoden des Produktdesigns widmeten. Meine Masterarbeit beinhaltet ein breites Designspektrum. So habe ich alle Designaspekte, wie Communication, Event, Game Design, Interaction Design und Trends, welche das Masterstudium Design an der Zürcher Hochschule der Künste angeboten wird bearbeitet. Die Fachexperten in Productdesign hatten es somit bei der Betreuung und Beurteilung meines Projekts nicht einfach. Gab es doch einige anspruchsvolle Diskussionen. Ich habe ein ganzheitliches Designverständnis. Nebst dem Entwickeln und Gestalten von Produkten müssen gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Zusammenhänge berücksichtigt werden. Die Relevanz für die Umwelt und Gesellschaft kann zur Gestaltung eines ganzen Services führen und zeigt wie im Beispiel von FlairPlay eine unkonventionelle Designsprache und Lösung.

 

Ausblick:

Mit dem Abschluss des Studiums habe ich das immaterialgüterrechtliche Recht für FlairPlay erhalten.
Ich werde nun das modulare Phänobjekt und die Webplattform optimieren. Im Anschluss werde ich FlairPlay und die Relevanz des smarten Lernens prüfen. Dabei werde ich ein Referenzcase erstellen und der PH/FHNW und den Science Centren, Technorama und Sensorium vorstellen. Eine Kooperation zur Finanzierung von FlairPlay durch Firmen und Organisationen welche Umweltthemen fokussieren werde ich im Anschluss aufsuchen.
FlairPlay ist zur Zeit im Webshop, flairplay.ch, erhältlich.
Nebst dem privaten Gebrauch könnte FlairPlay in Schulbibliotheken integriert werden.

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