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to-do Wandkalender

to-do Wandkalender

Der Start für dieses Projekt hat vor gut einem Jahr begonnen. Im Blogbeitrag „nature life“ habe ich folgendes Ziel formuliert:

„Vor ein paar Jahren gab die Umweltfachstelle in Olten einen informativen Jahreskalender heraus. Monat für Monat konnte ich Nützliches und Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt meiner Umgebung erfahren. Ich habe die Suche nach einem vergleichbaren Kalender aufgegeben und entschieden, selbst einen zu gestalten.
Dabei habe ich mir überlegt einen klassischen Jahreskalender (schöne Bilder, lehrreiche Inputs und Tagestabelle) mit interaktiven Elementen zu versehen. So könnten die Benutzer anhand von QR-Codes zusätzlich auf Webinhalte zugreifen und sich von Videos, Rezepten, Werkanleitungen inspirieren lassen und weitere Inputs erhalten. Jeden Monat wird ein Thema aus meiner unmittelbaren Umgebung der Natur bearbeitet.“

Monat für Monat hielt ich Ausschau nach nützlichen Pflanzen aus meiner Umgebung. Die selbst gemachten Bilder ergänzte ich mit passenden Texten über Tipps für die Küche und Gesundheit mittels Internet-Recherchen.
Bei der Erarbeitung der interaktiven Animationen, verzichtete ich auf Anleitungen. Stattdessen fokussierte ich auf die formalen Bildelemente der Pflanzenfotos und gestaltete unterhaltsame Animationen. Die vertonten Illustrationen erstellte ich mit dem iPad pro. Dabei konnte ich viele „kreative Apps“ ausprobieren und anwenden. Wie zum Beispiel Affinity Photo, CuteCut, iOrnament, Werble, FlipaClip und GarageBand.
Für den interaktiven Zugang vom Bildinhalt zur Animation, entschied ich mich für die Lösung von QR-Codes. Gerne hätte ich eine Möglichkeit anhand der „Augmented Reality“ Methode eingesetzt. Mit „Augmented Reality“ hätte der Benutzer die Bilder dirket mit seinem Natel zum „Leben“ erwecken können.
Hier ein paar Beispiele…

> artivive.com
> AR.js with a-frame magic
> Creating Augmented Reality with AR.js and A-Frame

Nach intensiver Recherche und vielen Testphasen erkannte ich, dass die Lösung mit hohen Kosten verbunden gewesen wäre. Zudem ergab die Umsetzung anhand von ar.js zu grosse technische Einschränkungen. Bei der Anwendung von QR-Codes zeigten sich auch Vorteile. So kann ich die Animationen direkt über meine Website sicher und flexibel bewirtschaften. Zudem ist der Benutzer mit seinem Natel nicht unmittelbar an das Bild gebunden. Dies hat Vorteile, denn ist die Animation etwas länger, muss der Betrachter nicht ununterbrochen das Bild im Fokus behalten.

to-do interaktive Schulagenda

Bei der Gestaltung des Kalenders wollte ich möglichst alle Inhalte mit dem iPad pro umsetzen und das Potenzial des iPad’s untersuchen. Zudem kaufte ich das iPad, damit ich täglich meine traditionelle Schulagenda (Lehrertagebuch in papierform) in Zukunft für die Planung meines Unterrichts und Termine in digitaler Form nutzen kann.
Ich entschied mich, den interaktiven Monatskalender in einer digitalen Schulagenda zu integrieren. Recherchen zeigten, dass sich mittels Keynote eine interaktive Schulagenda gestalten lässt. Somit konnte ich ein eigenes Layout entwickeln, mit der Überlegung ein übersichtliches und einfach navigierbares Planungskonzept zu konzipieren. Die interaktive Schulagenda beinhaltet einen Jahres-, Monats-, Wochen- und Projektplaner mit einer dezenten Farb- und Formgestaltung.

Für die praktische Anwendung der interaktiven Schulagenda „to-do“ braucht es eine weitere Anwendung, welche das Layout und die Verlinkungen schützt aber trotdem ergänzen lässt. Dafür habe ich mir die Applikation „GoodNotes“ für CHF 8.00 gekauft. „GoodNotes“ verfügt über einen Bearbeitungs- und einen Ansichtsmodus. Mit diesen Funktionen kann „to-do“ im .pdf-Format optimal genutzt werden. Anhand des ApplePencils kann ich im Bearbeitungsmodus meine to-do’s handschriftlich anmerken. Vergleichbar mit meiner früheren Agenda in papierform. Ich habe viele Möglichkeiten meinen Pencil in diverse Stifte zu wandeln. Ich kann meine Planung mit weiteren Elementen wie Bilder und Formen ergänzen. Im Präsentationsmodus kann schnell beispielsweise von der Jahresplanung zur Wochenplanung navigieren. In „GoodNotes“ kann ich zudem weitere Notizen, Dokumente und Ordner integrieren.
> Tutorials: to-do & GoodNotes

Da ich „GoodNotes“ und „to-do“ auf meinen weitern Apple-Geräten installiert habe, werden alle meine Änderungen sofort synchronisiert. Die digitale Schulagenda „to-do“ ist seit diesem Schuljahr im Einsatz und bewährt sich bestens.
> GoodNotes

to-do Ecodesign

Jährlich werden alte Agendas in aufwändiger Bücher- oder Heftaufmachung entsorgt und neue produziert und gekauft.
Dokumente in digitaler Form schonen die Ressourcen und die Umwelt. Bäume müssen nicht gefällt werden. Papier muss nicht mit Farben und Lacken bedruckt und ausgerüstet werden.
Die Verpackung und der Transport erübrigen sich.
Während des Studiums an der Fachhochschule habe ich die Umstellung zur umweltschonenden digitalen Dokumentenverarbeitung erfahren und schätzen gelernt.
In der Volksschule kommen vermehrt digitale Medien zum Einsatz. Haben die Lehrenden und Lernenden künftig ihre Laptops, Pads und Smartphones für den Unterricht im Einsatz, können viele Dokumente in digitaler Form abgegeben werden. Die Schulmappen und Rucksäcke werden dadurch um einiges an Gewicht verlieren und so manchen Rücken entlasten. Im Schulbus gibt es mehr Platz und es muss weniger Gewicht transportiert werden.

to-do Fazit

„to-do“ ist eine zeitgemässe Schulagenda.
„to-do“ in Kombination mit „GoodNotes“ ermöglicht die Handhabung, wie die einer herkömmlichen Papieragenda. Im Gegensatz einer Papieragenda verbindet „to-do“ weitere interaktive Funktionen. Bei den Monatsblättern sind QR-Codes aufrufbar und bringen Bewegung ins Bild. Sind mehrere Geräte mit „GoodNotes“ verbunden, können die „to-do“s aktualisiert und bearbeitet werden.
Die Inputs der Monatsdokumente leisten einen Beitrag zur Beachtung der Natur und geben Tipps zur Gesundheit. Denn – nebst den „to-do“s braucht es auch Erholung und Unterhaltung.
Die digitale Schulagenda „to-do“ schont Ressourcen und die Umwelt. Die interaktive Schulagenda „to-do“ ist eine nachhaltige Lösung.

Die interaktive Schulagenda „to-do“ beginnt mit dem Schuljahr (Juli bis Juli) und eignet sich für Lehrpersonen und Lernende / Studierende.
„to-do“ ist in meinem Etsy-Shop > sapperlotECODESIGN für CHF 16.20 erhältlich.

to-do weitere Schritte…

Die Version für das Schuljahr 2021-2022 ist bereits in Bearbeitung. Bilder aus der regionalen Pflanzenwelt werden gesammelt und dokumentiert.
Das Layout erhält ein neues Farbkonzept.
Die Inhalte der Animationen werde ich mit p5.js programmieren.
Vielleicht werde ich zusätzlich einen Jahresplaner lancieren. Im Etsy-Shop sind Dokumente bis 20MB up- und downloadbar. Die Monatsbilder wären somit in einer besseren Qualität zum Druck für den Wandkalender erhältlich.
Zudem könnte ich das den Jahresplaner in einer englischen Version anbieten.

Clouds – Workshop Projektwoche 1.Kurs Sekundarschule

Jeweils im ersten Quartal des Schuljahrs findet an der Sekundarschule eine Projektwoche für die Schülerinnen und Schüler des ersten Kurses statt. In dieser Zeit setzen sich rund sechzig Jugendliche mit diversen Themen des schulischen Zusammenlebens auseinander.
Während der Projektwoche fand der Unterricht mehrheitlich niveau- und fächerübergreifend statt. Die Lernenden erstellten anhand von iPads Videosequenzen zu Konfliktsituationen und möglichen Lösungen. Ergänzend setzten sie sich mit einer gestalterischen Aufgabenstellung auseinander.
Bei Konflikten und deren Lösungen sind viele Gefühle im Spiel. So habe ich für den gestalterischen Input den Workshop unter dem Titel „emotion clouds“ organisiert.
Cloud

emotion_clouds_aufgabe

Für den Einstieg schauten wir im Plenum einen gefühlsgeladenen Film zum Thema „cybermobbing“ an. Nach einer kurzen Präsentation der Aufgabenstellung, legten die Lernenden los und entwarfen ihre „emotion clouds“.Für ihre „cloud“ konnten sie einen der vorgegebenen, positiven Gefühlsbegriffe, wählen und anhand einer Mindmap passende Begriffe niederschreiben. Danach entwarfen sie ihre persönliche Cloudform und kolorierten diese mit ihren Lieblingsfarben. Die Schülerinnen und Schüler lernten die „scetchnotes – Technik“ kennen und setzten anhand des erworbenen Wissens die wichtigsten Gefühlsbegriffe an ihrer Cloud gestalterisch um. Ihre finalen Arbeiten wurden im Kopierverfahren vergrössert und danach laminiert. Zu guter Letzt, versahen wir die Clouds mit Vorhangklammern, damit wurden diese flexibel und einfach montiert.

Clouds_klassenarbeit

Damit die Jugendlichen individuell arbeiteten, habe ich die Aufgabenstellung offen formuliert. In Absprache der involvierten Lehrpersonen erstellte und organisierte ich sämtliche Unterlagen und Materialien, so dass die heterogenen Arbeitsgruppen bei einer Wartesituation spontan zur Cloudgestaltung übergehen konnten.
Die Jugendlichen erstellten ihre ganz persönlichen „Gefühlswolken“. Diese wurden am letzten Projekttag im Garderobenbereich installiert und können nun bis zu ihrem Schulaustritt von allen beachtet werden.
Für die Evaluation des Workshops habe ich den Schülerinnen und Schülern einen Feedbackbogen abgegeben. Die Jugendlichen und Lehrpersonen haben sich positiv über die Arbeitsergebnisse geäussert und schätzten die offene Aufgabenstellung. Die „emotion clouds“ bespielen den Garderobenbereich und geben ihm ein sinnliches Ambiente.

SuS_cloud

Wie kann eine Wand nachhaltig gestaltet werden?

Eine dekorative Wandgestaltung kann schnell an Gefallen verlieren. Ist das Dekor einem Trend gefolgt oder ist es ohne sinnstiftenden Inhalt, ist es schnell unattraktiv. Der Wunsch nach einem aktuelleren Dekor geht hervor und eine Neugestaltung in kürzester Zeit ist die Folge. Wird die Wand neu bezogen, belastet dies die Umwelt und das Portemonnaie. Die Wandgestaltung muss massgeschneidert und flexibel gestaltet sein. Damit sich der Besitzer jeden Tag daran erfreuen kann.

Adolf Loos (1870-1933) gilt als Pionier der modernen Architektur. Er äusserte sich in der Streitschrift „Ornament und Verbrechen“ bereits im 19. Jh. gegen die Vergeudung edlen Materials und leere Ornamente.

Literatur:
Loos, Adolf, and Ruf, Oliver. Ornament Und Verbrechen : Adolf Loos : Die Schriften Zur Architektur Und Gestaltung. Stuttgart: Avedition, 2019. Print.

Die Gästetoilette unseres Hauses war sanierungsbedürftig. Wir entschieden uns für eine „sanfte“ Auffrischung. Da Malerarbeiten anfielen, entschlossen wir uns, die Rückwand der Toilette als Akzent des Raums zur optischen Vergrösserung zu gestalten.
Bei der Umsetzung der Wandgestaltung, war es mir wichtig, eine langfristige Lösung zu finden. Aus diesem Grund suchte ich nach einer Möglichkeit die Fläche mit temporären Bildern zu gestalten, welche einen dreidimensionalen Effekt erzeugen.

Die Wand wurde geglättet und mit einem Magnetvlies versehen. Bei der Farbe habe ich mich für ein tiefes schwarz-blau entschieden. Bei einer beinahe schwarzen Farbe, spielt das Licht mit den blauen Farbpigmenten und lässt die Wand einmal blau und danach wieder schwarz erscheinen.

Zur flexiblen Anordnung des Dekors habe ich Magnetpapier verwendet.
Die Motive habe ich anhand der App „iOrnament“ gestaltet. Dabei habe ich Sujets aus der Natur gezeichnet. „iOrnament“ bietet die Möglichkeit dreidimensionale Kugeln zu generieren.
Die 3D-Motive habe ich anschliessend auf das Magnetpapier anhand eines Druckers übertragen und mit dem Schneidplotter und im Nutzen geschnitten. Kleine Glitzerflächen spiegeln das Licht und veredeln die Kugeln und den Raum.

Die Kugeln können je nach belieben neu angeordnet werden. Dies ermöglicht einen spielerischen Umgang mit dem Dekor und schafft einen persönlichen Bezug.
Das Dekor ist dank der Magnetwand problemlos auswechselbar und könnte somit zu einem späteren Zeitpunkt, an einen neuen Besitzer gehen.

In einem weiteren Schritt wollte ich weitere Magnetdekors für meinem neu eröffneten Etsy-Shop „sapperlotEcodesign“ produzieren. Ich entschied mich jedoch dagegen, denn nachhaltiger ist, eine massgeschneiderte Wandgestaltung für den Kunden zu gestalten. Das Dekor soll persönlich, attraktiv, wohldosiert und flexibel sein.

Becher für Köstlichkeiten

Im Jahr 2013 habe ich für meinen Unterricht eine Lerneinheit zum Thema Becher entwickelt. Bis heute habe ich dieses Projekt wiederholt in meinen Designschaffen bearbeitet.
Als Grundlage habe ich die Becherform, welche ich für die Erprobung der Lerneinheit gestaltet habe verwendet.

Lerneinheit – Becher / Keramik giessen

     

 

Diese Form entstand anhand einer Gipsform und wird im Schlickergussverfahren (Slipcasting) hergestellt. Die Becher sind funktional, das heisst – handlich und vielfältig einsetzbar.
Bei der Entwicklung meiner ersten Kollektion, probierte ich diverse Techniken zur Oberflächengestaltung aus. Dabei bin ich methodisch Vorgegangen, so dass die Schülerinnen und Schülern die Vielfalt des Stylings erkennen konnten.

Für das Styling meiner Becher, welche ich als Schlemmbecher betitle, habe ich das Gräsermotiv gewählt. Dieses Attribut macht den Hinweis zur Natur und zum Ursprung unserer Lebensmittel.
Damit die Struktur haptisch erfahrbar ist, habe ich die Relief-Technik gewählt. Diese entsteht durch aufbringen von Gräsern auf den Rohling aus Ton. Dieser Rohling wird für die Gipsgussform benötigt. Da die Gräser vergänglich sind, sind diese Becher nur so lange produzierbar, solange die Gipsgussform hält. Die Becher werden somit nur in begrenzter Stückzahl verfügbar sein.

In der zweiten Versuchsphase standen unterschiedliche Giessmassen im Fokus. So produzierte ich eine kleine Serie mit Steinzeuggiessmasse. Die Becher sind anschliessend auf der Innenseite mit weisser Glasur ausgerüstet. Dies ermöglicht eine gute Reinigung. Die Becher wirken optisch und haptisch wie das Gebäck von „Änischräbeli“.
Für diese zweite Kollektion der SCHLEMMER habe ich eine Auflage von 40 Bechern produziert.

Auf Anfrage der Materialwahl, habe ich mich entschlossen, die dritte Kollektion aus Porzellangiessmasse herzustellen. Diese Becher sind unter Beleuchtung transluzent. Der Klang ist gläsern. Das schneeweisse Porzellan in Kombination mit der weissen Glasur, reflektiert die Farben der Speisen auf der Innenseite. Die Gräserstruktur auf der Aussenseite lässt optisch und durch Berühren weitere Erfahrungen zu. Der SCHLEMMER kann mit allen Sinnen wahrgenommen werden.
Wenn man sich bewusst auf die Sinne konzentriert, die Augen beim Schlemmen schliesst, den Becher hört und fühlt, wird ein SlowFood – Prozess in Gang gesetzt.
Der Becher entspricht mit der Produktion (vielfältige Funktion, langlebige Materialwahl, Verzicht auf Farbe, Materialien aus der Region,Auflage ondemand) und Verwendung (SlowFood) dem Ecodesign.
Die Becher können in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden.
Je seltener der SCHLEMMER jedoch gespült wird, desto besser für die Öko-Bilanz.
Der SCHLEMMER lässt sich ein paar tausend Mal verwenden.

Der Schlemmer ist wiederum in einer 40er Auflage produziert und die Gipsform lässt eine weitere Kollektion zu.

Erhältlich für CHF 25.00 bei sapperlot.ch

Das Tischset „BUBBLES“ habe ich nach Ecodesign-Aspekten entwickelt.

tischset Bubbles_Abend

Die Tischsets bestehen aus dem Resteverkauf einer Textilfirma meiner Umgebung. Diese Firma bietet die Möglichkeit, die ausrangierten Stoffe weiter zu verwenden. Die Stoffe erhalten dadurch weitere Verwendungen und müssen nicht direkt entsorgt werden.

Bei der Wahl des Textils habe ich mich für eine Baumwoll-Trevira Qualität entschieden. Trevira ist eine Polyesterfaser die unter Anderen Kunststoffen, auch aus alten PET-Flaschen besteht. Polyesterfasern sind sehr reissfest, scheuerfest und lichtbeständig. Sie lassen sich thermofixieren, weshalb sie nicht schrumpfen und kaum knittern. Ihre Feuchtigkeitsaufnahme ist gering, sie trocknen rasch. Trevira eignet sich daher bestens für den Einsatz als Tischset. Es ist langlebig und pflegeleicht. BUBBLES kann in der Waschmaschine bei 40 Grad gewaschen und leicht gebügelt werden. Da dieses Textil mit Baumwolle gemischt wurde, fühlt es sich weich an. BUBBLES bleibt bei mehrmaligem Waschen sehr gut in Form.
Das dichtgewobene Material ist fein, dadurch ergibt sich einen beinah fliessenden Übergang zur Tischfläche.

Ich habe zwei Farben gewählt. Es besteht die Möglichkeit, Abwechslung in den Alltag zu bringen, ohne weitere Tischsets zu kaufen. Da BUBBLES beidseitig verwendbar ist, muss es auch weniger oft gewaschen werden.
Die beiden Stoffe schienen bei den anderen Käufern und dem Verkaufspersonal nicht attraktiv zu sein. Dies zeigte sich an den fragenden und kritischen Bemerkungen. Eine weitere Bestätigung für mich, den richtigen Stoff gewählt zu haben.

Das selbe Material setze ich auch für das Dekor ein. So kann ich das Restmaterial beim Zuschnitt der Tischsets wiederum verwenden. Der Stoff lässt sich zudem sehr gut mit dem Schneidplotter bearbeiten. Für die Applikation des Dekors auf das Tischset kommt Vliesofix (OEKO-TEX 100, KLASSE 1) zum Einsatz.

Bei der Gestaltung entschied ich mich auf die zeitlose Kreisform. Bei der Musterentwicklung habe ich darauf geachtet, dass es im Nutzen geschnitten wird und somit wenig Restmaterial ergibt. Da ich Kreise ineinander geschnitten habe, entstanden dadurch Ringe (BUBBLES). Das Ringmotiv entspricht der Formensprache runder Gefässe. Die Ringe muntern den Nutzer zur spielerischen Interaktion auf.
Die Anzahl Ringe sind wohldosiert*. Dadurch braucht der Schneidplotter und das Applizieren weniger Energie.

(*Loos, Adolf, & Ruf, Oliver. (2019). Ornament und Verbrechen : Adolf Loos : Die Schriften zur Architektur und Gestaltung. Stuttgart: Avedition.)

Bei der Anordnung der Ringe auf dem Tischset gibt es zwei „Szenen“. Die Abendszene hat eine Ausrichtung der Ringe im Eck des Sets. Für die Tagesszene befindet sich die Anordnung der Ringe an der langen Randseite. Diese unterschiedlichen Dekore ermöglicht wiederum Abwechslung in der Ausrichtung des Sets auf dem Tisch. Der Benutzer hat nun die Wahl von vier Ausrichtungen.

Mich fasziniert die Möglichkeit der Mustergenerierung durch Programmierung. P5JS gibt mir als Designerin, die Gelegenheit neue Gestaltungsformen in digitaler Form zu erforschen und zu entwickeln. Einen grossen Dank geht an den Tutor, Daniel Shiffman, der auch den Namen dieses Produkts geprägt hat.
Anhand der Library P5JS habe ich ein BUBBLES-Spiel programmiert.
Der Kunde interagiert während des BUBBLES-Spiels mit den Ringen und gestaltet sein persönliches Dekor. Die Transformation der digitalen Gestaltung bis zum realen BUBBLES-Tischset ergibt eine Kooperation von Kunde und Designer. Die spielerische Gestaltung löst ein positives Gefühl aus. Dies steigert den Wert des finalen Produkts und wird zu etwas ganz Eigenem für den Nutzer.

Interaktion mit dem Ring
Lust zum bubblen? … sapperlot.ch/bubbles/

BUBBLES ist als Kleinserie konzipiert.
Ich habe vernommen, dass der Resteverkauf eingestellt wird und hoffe, dass es trotzdem die Möglichkeit gibt, Restware für eine zweite Kleinserie von Tischsets zu verwerten.

Projekt Kalender

Das neue Jahr ist angebrochen und ich habe noch keinen sinnreichen Kalender für den Wohnbereich gefunden. Vor ein paar Jahren gab die Umweltfachstelle in Olten einen informativen Jahreskalender heraus. Monat für Monat konnte ich Nützliches und Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt meiner Umgebung erfahren. Ich habe die Suche nach einem vergleichbaren Kalender aufgegeben und entschieden, selbst einen zu gestalten.
Dabei habe ich mir überlegt einen klassischen Jahreskalender (schöne Bilder, lehrreiche Inputs und Tagestabelle) mit interaktiven Elementen zu versehen. So könnten die Benutzer anhand von QR-Codes zusätzlich auf Webinhalte zugreifen und sich von Videos, Rezepten, Werkanleitungen inspirieren lassen und weitere Inputs erhalten. Jeden Monat wird ein Thema aus meiner unmittelbaren Umgebung der Natur bearbeitet.

 

„Zwipf“ Futtersäckli für Kleinvögel

Das Januarprojekt widme ich dem Thema Futterstelle für Kleinvögel. Da ich eine Futterstelle in meinem Garten habe, kann ich Beobachtungen direkt mit Fotos und Videos dokumentieren.
Die Meisenknödel und Futterringe aus dem Handel haben sich gut bewährt. Mich stört jedoch, dass diese oft in einem Kunststoffnetz verpackt sind. Diese Kunststoffnetze können nicht wieder befüllt werden und bleiben schlimmstenfalls in der Natur zurück. Als umweltfreundliche Alternative habe ich ein Redesign namens „Zwipf“ gestaltet.

zwipf_umwelt

Der „Zwipf“ ist für Kleinvögel im Siedlungsgebiet konzipiert. Der Name „Zwipf“ ist eine Abkürzung und bedeutet Zwischenverpflegung.
Denn bei Bodenfrost, Eisregen oder geschlossener Schneedecke kann die Fütterung eine Überlebenshilfe sein. Die Schweizerische Vogelwarte und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz haben ein Merkblatt zum Thema „Fütterung von Kleinvögeln“ herausgegeben.
„Futterstellen bieten ausserdem eine gute Gelegenheit, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ermöglichen somit schöne Naturerlebnisse. Deshalb ist gegen ein sachgemässes und massvolles Füttern nichts einzuwenden, wenn wir uns gleichzeitig auch für die dringenden Natur- und Vogelschutzprobleme einsetzen.“

> vogelwarte.ch Merkblatt

Beim Redesign „Zwipf“ habe ich das erwähnte Merkblatt berücksichtigt. Der „Zwipf“ ist mit vielen schwarzen Sonnenblumenkernen, einigen zerhackten Hasel- und Baumnüssen sowie mit wenigen Rosinen befüllt. Aus ökologischen Gründen, sollten auf Erdnüsse, Palmöl und Kokosfett verzichtet werden. Da „Zwipf“ wiederbefüllbar ist, habe ich auf eine Anreicherung mit Rindertalg oder Schweinefett verzichtet. Der Benutzer kann den „Zwipf“ ohne grossen Aufwand erneut befüllen. Es sollte aber nichts Gewürztes, Essensreste oder Brot verwendet werden.

Das Material des „Zwipf“s besteht aus Leinenschnur (Linum usitatissimum) und ist eine alte Kulturpflanze, die zur Faser- und zur Ölgewinnung angebaut wird. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde Leinen in der Textilindustrie fast völlig durch Baumwolle verdrängt, gewinnt aber seit dem Ende des 20. Jahrhunderts als ökologische Naturfaser wieder an Bedeutung.
Mir gefällt das Material, da es auch in unserer Region wächst und robust ist. Bei Nässe gewinnt es an Reissfestigkeit.
„Zwipf“ ist rundgestrickt und kann mit etwas handwerklichem Geschick selbst hergestellt werden. Für „Maker“ habe ich eine Anleitung erstellt.

Der „Zwipf“ kostet 16.00 CHF und ist unter > sapperlot.ch – zwipf erhältlich.

 Zwipf Herstellung         zwipf produkt

 

„zwipf“s können fast überall aufgehängt werden.
Geeignet sind Zweige, Stangen und Gitter in ausreichender Distanz zum Boden. Zu vermeiden sind Auflauerstellen für Feinde (z.B. Katzen).
Als Zufluchtsorte der Vögel bei Gefahren sollten in der Nähe, Bäume oder Sträucher stehen.

zwipf meise

 

Ich habe beobachtet, wie die Kohlmeisen die Sonnenblumensamen aus dem Zwipf herauslösen, öffnen und fressen.
Ein Fressverhalten, welches mich an „slowfood“ erinnert.
Bei der Fütterung von Meisenknödeln frassen die Kohlmeisen schneller und mehr.

Festival Science on Stage Switzerland

Am 17. November fand im Science Center Technorama das nationale Festival „Science on Stage Switzerland“ statt. Das Festival bietet eine Plattform, ausgewählte Projekte zu naturwissenschaftlich-technischen Unterrichtsmedien zu präsentieren. Die vier relevantesten Projekte nehmen im Anschluss am Science on Stage Europe – Festival teil.
> Science on Stage Switzerland
FlairPlay wurde nominiert und so durfte ich mein Projekt an einem Stand und anhand einer kurzen Präsentation vorstellen. Die Nomination bot mir Gelegenheit, im Vorfeld die Relevanz von FlairPlay zu analysieren. Da sich FlairPlay weniger für den klassischen Schulbetrieb eignet, wollte ich mich von der Teilnahme distanzieren. Zum Glück wurde ich zur Anwesenheit überredet und so konnte ich „FlairPlay“ testen – weitere spannende Projekte und Leute kennen lernen.

science on stage switzerland

Am nächsten Tag als ich über die Relevanz von „FlairPlay“ sinnierte wurde mir bewusst, dass der Verkauf in Museumsshops nicht optimal ist. Die Aufbereitung der Präsentation für das Festival zeigten mir die fächerübergreifenden Dimensionen als Potenzial auf.
> FlairPlay-Präsi on Stage

Die Frage stellte sich mir – wo werden mehrdimensionale Fähigkeiten in einem ruhigen Umfeld gefördert? Wo können die Flairs inszeniert und über eine längere Zeit beobachtet werden? Wo findet ein sozialer Austausch statt?
Eine Unterhaltung mit einer Science on Stage Teilnehmerin, bewog mich das FlairPlay-Zielpublikum zu überdenken. Ich distanzierte mich vom Zielpublikum der Jugendlichen und schloss somit die Platzierung von FlairPlay in Jugendtreffs, Bibliotheken und Schulverlagen aus.
Ich erinnerte mich an das ehemalige Praktikum als Ergotherapeutin und so kam mir die Idee, FlairPlay im Rahmen eines Aktivierungsangebots in Spitälern und Altersheimen zu erproben. Die Recherche im Internet zeigt, dass die Ziele der Ideologie von FlairPlay wunderbar entsprechen.

> Aktivierungstherapie am Kantonspital Olten